was wenn.

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Was wenn alles einfach ist? Was ißt man dann? Gartengemüse unter freiem Himmel mit freundlichen Köchen und Erntehelfern. Mein Thema unser Thema passend zum Erntedank. Ein Fest was ich gedanklich mit auf Reisen nehmen werde, denn bald geht es wieder los und weiter. Immer weiter auf meinem Weg. Schön wenn wir uns begegnen würden – vielleicht zum Picknick unterm Apfelbaum?

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feste feiern.

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Ein ländlicher Sonntagsausflug. Ein Fest mit Regenschauern, Wind und Spätsommersonne. Mit Brotbacken für große und kleine Hände. Mit unerwarteter guter live Musik, mit Freunden von Freunden und freundlichen Erinnerungen für Spazierschritte die jetzt durchs Herbstlaub rascheln mögen. Das nicht nur Kinder (Schoko) Brötchenrezept wird ganz bestimmt in unsere Familienrezept Sammlung aufgenommen und der Wunsch nach eigenem Lehmofen in eigenem Garten – er lodert auf – heiß und innig.

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das_rezeptKinderbrötchen (Inspiration von hier)
500 g Dinkelmehl 630
170-180 g Milch je nach Eigröße
25 g Wasser
(50 g Zucker) geht auch ohne ..
70 g Butter
1 Ei
1/2 Würfel Hefe
1 TL Honig
1/4 TL Salz
2 EL dunkle Schokolade, geraspelt oder/und einige Rosinen

Zutaten etwa eine Stunden vorher bei Zimmertemperatur lagern, damit diese eine gleichmäßige Temperatur haben. Hefe in Wasser mit Honig und 1 EL Mehl auflösend mischen – etwa 1/2 Stunde stehen lassen. Anschließend alle Zutaten in eine Knetschüssel geben ‚ankneten‘, auf der Arbeitsplatte zu einem glatten Teig verarbeiten und mindestens eine halbe Stunde zugedeckt ruhen lassen (oder über Nacht im Kühlschrank). In zehn Stücke teilen, zu Kugeln rollen – oder vor dem Rollen etwas platt drücken mit je einem gestrichenem Teelöffel Schokoraspel/ein paar Rosinen füllen, verknubbeln und rund formend rollen. Die Teigkugeln auf ein Backblech legen (auf genügend Abstand achten) und noch einmal 20-40 Minuten ruhen lassen. Danach werden die Brötchen bei einer Ofentemperatur von 230°C in ca. 14 Minuten goldbraun gebacken.

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das korn macht das brot.

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..oder die Gedanken. Beschäftigt man sich mit einem bestimmten Thema scheint es so zu sein, als wenn man einen Filter legt und auf einmal perfekt passend zu den eigenen Gedanken andere gleich gesinnte anzieht. Bei mir klassisch meine (Sauerteig) Brot Gedanken. Gehört doch so viel mehr dazu, als das Rezept oder der Bäcker. In letzter Zeit lese und höre ich immer mehr von ‚ancient grain‘ oder auch alte Getreidesorten: Emmer, Waldstaude, Kamut, .. , am besten bio angebaut und auf Stein ganz frisch gemahlen. Auf der Suche nach Gutem habe ich für mich diesen virtuellen Laden wiederentdeckt und das großartige Roggenmehl, für ein endlich mal wieder Rezept in der Serie Ästhetik des Backens, gekauft – Danke Indre – allerliebst!

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Roggensauerteig Brot (Inspiration von hier)
Auf 500 g Roggenmehl im Gesamtrezept:
Sauerteig
80 g ASG (aufgefrischt)
200 g Alpenroggen
200 g Wasser 40°C
5 g Salz
15 h bei etwa 28°C  bzw. bei mir Sommer Raumtemperatur
Brühstück
50g Roggenschrot, grob
156g Wasser, knapp kochend
mit einem Löffel gut verrühren, auskühlen lassen
restl. Zutaten
250 g Alpenroggen
8 g Salz
30 g Schüttwasser (zurückhaltend, nach eigener Einschätzung dazugeben)

Körnermix – bei mir Sesam, Sonne, Pinie

Sauerteig, Brühstück und restliche Zutaten, bis auf die Körner – erst mit dem Löffel anschließend mit den feuchten Händen – in einer Schüssel homogen vermengen. Etwa 60 bis 90 Minuten mit Tuch bedeckt, je nach Teig Temperatur und Triebkraft des Sauers, ruhen lassen. Sehr vorsichtig aus der Schüssel auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche mit einem Teigschaber bringen, 2 -teilen zu länglichen Laiben formen, mit Wasser befeuchten und in Körnermix rollen. 2 Gärkörbe mit Tüchern auskleiden und Reismehl bestäuben, Laibe vorsichtig einbetten, zudecken. Gußeisernen Topf geschlossen in den Ofen stellen, wenn 260 Grad erreicht sind noch 30 Minuten warten. Topf heraus nehmen (vorsichtig heiß) und die beiden Laibe aneinender gekuschelt (leicht aneinander drücken) hinein legen, Deckel drauf in den Ofen. Ich habe diesen Topf, hier paßt es wunderbar. Nach 10 Minuten Temperatur auf 230 Grad  reduzieren. Nach 30 Minuten Deckel ab, Vorsicht heißer Dampf. Weitere 10-15 Minuten backen. Je nach dem wie dunkel du deine Kruste magst, oder Achtung die Körner verbrennen.

Hagebutten-Mus und Gelee mit Minze
Für das Mus bin ich wie hier vorgegangen. Zusätzlich beim Abfüllen in die Gläser ein paar Minzblätter gelegt. Das Gelee ist aus den Passierresten entstanden. Einfach entsorgen, viel mir schwer. In 1 Liter guten Birnensaft gerührt, mit ordentlich Zitronensaft und Scheiben, dazu noch eine Handvoll Minzblätter und 24 Stunden in den Kühlschrank gestellt. Absieben, Reste in ein Tuch geben und ‚auswringen‘ – Saft mit 2:1 Gelierzucker (etwas schummeln und weniger Zucker als 2:1 nehmen – frei nach hier) mischen. 4 Minuten sprudelnd aufkochen, abschäumen und in vorbereitete Gläser füllen.das_rezept_unten

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familien (brot)zeit.

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Familienurlaub in den Bergen – im naturbelassensten Tal Europas. Sauerteig (Waldstaude) Roggenbrot backen mit kleinen und großen Menschen. Gemeinsam ein Rezept entwickeln – für 10 kg frisch gemahlen – eine herrlich spontane Herausforderung.  Käsen und Buttern – dabei andere Familienalltage kennen lernen dürfen. Waldläufe am Morgen und Spazieren am Abend – dazwischen. Die wohl beste Eierspeise mit Schwammerln-Speck-Käse und Kaiserschmarrn der seinen Namen verdient – erwandert und unter freiem Himmel schmeckt es am besten (kommt auf die  ‚really happy‘ Liste). Es war und ist so viel mehr. Es wirkt – nach. Und deine Sommerfrische – hast du dir etwas einpacken können für gute und bessere Zeiten im letzten Viertel?

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ernte gut.

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Do more frequently of what makes you really happy. Weißt du was ‚really happy‘ für dich ist? Ich entdecke gerade. Versuche in meinem – ich bin jetzt die Erwachsene Leben – kleine Auszeiten ein zu planen, um mich für verantwortungsvolle Aufgaben entspannt zu Stärken. Raus aus der (Innen) Stadt für ein Stündchen. Ganz andere spannende Gespräche, mal nicht im Schaukel oder Sandsauerteigbrot matschen Rhythmus. Unsere Hände duften herrlich erdig, tomatig und die Luft nach Frühherbst an diesem Morgen. Sich auf wundersame Weise wohl fühlen in der eigenen Gedankenwelt wenn das Außen beruhigt. Ästhetik der Gewächshäuser, das Licht, natürliche Gemüse Schönheit, meine Kamera dabei für die Nachfreuden. Unstrukturiert will sie am Liebsten das bezaubernde Trio – Lina, Licht, Tomaten – festhalten. Sich gestatten mal halbe Sachen zu machen und hier zu verweilen, weil es sich so ‚really happy‘ anfühlt. Wieder gestadtet schnell eine Dose gefüllt mit Brot, Kräuterstreich, Tomaten, Gurken, Mirabellen – das Kind abgeholt und zusammen ein kleines Waldbank Picknick genossen. Das Kindergartenkind Lachen am Abend zeigt mir das alles gut war, ich mir diese kleinen Fluchten gestatten darf. Ernte gut. Manchmal darf alles ganz einfach gut sein. Nachspüren, begreifen und festhalten was so wohl tat. Gemeinsamkeit, Zuhören, 18 Grad  – luftig blauer Himmel, offene Schuhe im Morgentau Gras, Ernten und Rezepte gedanklich zusammen würfeln, das Licht, ein Morgen anders als sonst und raus aus der Routine, Telefon im Auto vergessen und nicht erreichbar sein. Und als Zugabe bitte dieses Garten Kochfest, diese Party, diese oder die gedeckte Tafel, vielleicht mit anderen Liebhabern? Dazu passendes Blätterwerk und das ein, zwei oder andere Rezepte. Auf jeden Fall noch Tomaten in der Flasche von Barbara.

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Versteckt zwischen all den kullernden Tomaten Schönheiten für dich ein kleiner ‚Gewinn‘ – hilf mir bei der Entscheidungsfindung welches Bild der Serie ein des Guten zu viel ist und welches dir als Post und Karte gefallen würde. Gerne als Kommentar oder auch per Mail geteilt.

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Und für den Jahresendspurt? Hier zusammen backen oder doch fotografieren? Mitfrühstücken dürfen an diesem Tisch – als Gast mit Brot und Kompott im Gepäck. Alles nur geträumt?

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pauline und franz.

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Wenn Wünsche Träumen dann sind sie in den Bergen, mit Garten zum Naschen und Ernten. Dann ist es früh morgens bevor die Geräusche wach werden, die Sonne wärmt so gerade über die Wipfel und Kuppen, ich schlender und die Katzen stromern über den Hof und Lemmi das Lämmchen wartet auf Opa Franz. Um halb sieben auf ihre Morgen Milch. Die der Mama reicht nicht mehr ganz. Oma Pauline wartet mit mir auf das Bäcker Auto aus dem Dorf – ich mit Kaffee und sie mit frischen Beeren und so Herz wärmender Lebensweisheit, die man in keinem ’slow living workshop‘ besser vorgelebt bekommen könnte. Slow ist am Peinterhof im Lesachtal so vieles, obwohl das Tagewerk gefüllter ist als in so manch stadtlichem Leben. Unsere Urlaubs Aufgaben Wandern – gemeinsam. Pilze und Beeren finden. Auf Almen schmausen und wieder Heim kommen. Urlaubs – Heimat. Opa Franz und Oma Pauline – Ida und ich hätten sie am Liebsten mitgenommen in unsere Alltags – Heimat. Wir haben sie dann doch lieber in ihren Bergen gelassen, auf ihrem Hof, in ihrem Leben. Und wenn es uns mal wieder zu laut, zu schnell und zu grau ist in unserem Leben, setzen wir uns auf eine Waldbank und erzählen uns Geschichten von ‚Oma und Opa‘ – lächelnd beantworte ich ihre kindlich weisen Fragen ‚Man kann sich doch auch mal Opa Franz und Oma Pauline Wunschträumen – oder Mama‘? Lassen wir den Tag beginnen würde Opa Franz jetzt sagen. Habt es recht heimelig heute Morgen und versucht mal wieder zu schlendern.

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Das Stroh für die Hasen – die Kühe im Nachbarstall – Franz mußte seine schweren Herzens abgeben.

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humans and coincidences.

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sugar in the morning – ‚be guided by humans and coincidences‘. true words I read these days on a travel photo journal from dear friends. my new life not only travel motto. María my breakfast guest today is one of these people who brought into my life inspiration and sometimes pure pleasure – until today ‚only online‘ – but the next Stockholm flight is almost booked. the first I stumbled over from María was a three friends from Spain journal called ‚nothern journals –  a guide to Stockholm and all things Swedish‘. followed by words, moving recipes, and great real life portraits. and what a delightful coincidence that she baked and brought us today a sourdough fruit bread – I recently admired by my bread queen Hanny and a recipe I already received from Jess even a dear guiding online people – but this is another (breakfast) story. The dough as it bakes smells so wonderful. The final loaf was pleasingly rustic and tasted wonderful – so moist inside and the crust is crispy, crackly, malty intense – because of the spices and fruits it is really good with just some butter, or even with cheese or some fruit jam not only in the morning. As always, bread baking is as much of an art as it is a science. What works for me, may or may not work for you. Ingredients, starters, and overall environment play a key role in how your bread will turn out. So, get to know your dough. Tweak as you go. Weigh your ingredients. Trust your instincts. Own your style – my slight variantion of Marías super delicious recipe at the end. Most of all, have fun. It’s just the way it is. Go with the flow and you will excel. and now sit down at our virtual breakfast-chat-table relax and enjoy a slice of Marías bread with a good cup of coffee.

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Your perfect breakfast?
My perfect breakfast would start with a slice of sourdough bread, cheese, and some vegetables such as cucumber or red pepper. I have quite a sweet tooth so something like a bun or a bowl of yoghurt and muesli would probably follow.

Where do you enjoy the best coffee in town and buy the most delicious loaf of bread?
The bread scene in Stockholm keeps getting better and better, but if I had to choose I would say Petrus (Swedenborgsgatan 4B). As for the coffee, Pascal (Norrtullsgatan 4) is always a good choice.

Do you have a special morning ritual?
Not really, but whenever I can I try to enjoy a slow morning with a nice breakfast while reading the news.

Breakfast with coffee or tea?
I try not to drink too much coffee or tea along the week, but in the weekends I usually treat myself to a few cups of coffee.

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sourdough fig bread from María
220g emmer flour
100g rye flour
100g wheat bread flour
360-380 g water
9 g salt
150 g sourdough
200 g figs*
1 tablespoon fennel seeds

First prepare the sourdough by mixing a teaspoon of your starter** with 100g of lukewarm water and 100g of flour (for this recipe I used a mixed of whole wheat and all purpose flour, but any will do). The mix needs to rest for at least 8 hours and it will be ready when a spoonful floats in a glass of water.
When the sourdough is ready, use a big bowl to dissolve it in 360g of lukewarm water. Incorporate the different flours and let the mix rest for 25-40 minutes.
After the resting period, add the salt, figs and fennel. If the mix feels dry add a tablespoon of water. The dough should look rather muddy.
Grease a 34cm form with oil and fill it with the dough. Let it rest at room temperature for an hour.
After that time, cover the form with a plastic bag and place it in the lower part of your fridge during 8-12 hours. Alternatively, you can let the bread rise for 3-4 hours at room temperature. In both cases, the dough should reach the edge of the form.
If the fermentation took place in the fridge, take the bread out at least half an hour before baking. Use this time to preheat your oven at 250ºC. Do not forget to place an additional tray at the bottom to pour a glass of water right before putting your bread in.
Bake the bread for 20 minutes at 250ºC with the steam and around 35-40 minutes at 200ºC without steam (take the tray out quickly).
Once done remove the bread from the form and let it cool completely.

NOTES:
*You can replace the figs for any other fruit or seeds of your choice like Seville orange, raisins or sunflower seeds.
**There are many online sources that teach how to make a sourdough starter. I used this one the first time.
***This bread is very moist and tastes its best the day after.

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MY SPONANEOUS VARIATION:
160g oat flour, freshly ground
160g spelt flour, freshly ground
100g wheat bread flour + 1 tbs.
360g water
9 g salt
75 g sourdough*
3-6 dried pears, peaches, apricots
1 tsp. fennel seeds, coriander, anise – finely crushed or grounded with the grains

*Prepare the sourdough by mixing 12g of your starter with 32g of lukewarm water and 32g of whole wheat flour, or the flour you use normally for feeding your starter. The mix needs to rest for at 6-8 hours.

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freunde von freunden.

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Brotteige zubereitet, sanft in Körbchen und Formen zum Ruhen gelegt, fast liebevoll aneinander gekuschelt zugedeckt. Das Auto vorsichtig beladen und raus aus der Stadt. Verabredet am Dorfbackhaus wie einst und früher zum Backen, Austauschen von Neuigkeiten und sofort Genuß. Freunde von Freunden wurden mitgebracht und neue Bekanntschaften geschlossen. Wie bereits letztes Jahr eine ganz besondere gemeinsame Zeit miteinander verbracht. Ohne Absprache gab es Focaccia, ungarische Kifli mit zweierlei Kompott und Zuckerkuchen aus dem Ofen in die Hand. Das Wetter war wie es war, wir stellten uns unter, genossen die Wärme des gemeinsamen Backens und den Blick über die Felder. Pläne schmieden für das nächste Mal, ab jetzt wenn es paßt immer einmal im Monat am letzten Samstag Nachmittag. Relativ zufrieden mit meinem Weizensauer, muß dieser unbedingt variiert mindestens noch einmal gebacken und angeschnitten werden. Von Éva gab es ein ungarisches Kipferl-Rezept mit nach Hause. Mein Favorit vor dem Backen leicht gesalzen, direkt vom heißen Blech noch warm mit Butter bestrichen und Hagebutten Marmelade großzügig belöffelt.

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Aludtejes vajas kifli / Dickmilch Butterhörnchen von Éva
Sauerteig
200 g Weizen Mehl, 550
200 ml Waser
40 g Weizen – Sauerteigansatz (Anstellgut)
Hauptteig
Sauerteig
400 g Weizen Mehl, 550
5 g frische Hefe (1/8 Würfel)
50 ml lauwarmes Wasser, oder Milch
1/2 TL Zucker
150 ml Dickmilch, Kefir oder Joghurt
2 TL Salz
50 g weiche Butter
geschmolzener Butter zum Bestreichen

Am Tag vor dem Backen die Sauerteig Zutaten mischen und etwa 10-12 Stunden reifen lassen. Am Backtag Hefe im Wasser oder Milch und Zucker auflösen, 10 Minuten ruhen und kurz aufschäumen lassen. Diesen Ansatz mit den Hauptteig Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Er sollte weich, aber nicht klebrig sein. Nach Bedarf kann etwas Mehl zu dem Teig gegeben werden. 40 Minuten zugedeckt gehen lassen (oder über Nacht im Kühlschrank) und anschließend auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, in 10-12 gleiche Teile teilen und kleine Kugeln daraus formen. Mit einem Tuch zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen. Die Teigkugeln einzeln in 3-4 mm dünne dreieck ähnliche Platten rollen. Mit geschmolzener Butter bestreichen und von der breiten Seite angefangen aufrollen und in Kipferlform biegen.
Nach Belieben können die Kipferl mit wenig Salz gebacken werden. Dazu vor dem Backen mit Wasser bepinseln und mit etwas Fleur de Sel bestreuen.
Die Kipferl auf einen Backblech gelegt 20 Minuten zugedeckt stehen lassen, bevor sie in den 220 Grad vorgeheizten Ofen geschoben werdern. 20-25 Minuten goldbraun backen.
Die Kipferl werden noch knuspriger, wenn sie im Dampf gebacken werden. Dazu eine Schale mit Wasser in den Ofen stellen.

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Mein schönster Moment, wieder zu Hause am Auto. Beim Verabschieden noch ein Brot getauscht und Brioche von Mario angeschnitten. So herrlich perfekt – mit buttrigen Fingern immer mehr abgezupft. Schnell nach gebacken – das gleiche Rezept – aber es schmeckte wie ein komplett anderes Brot. Erst war ich sehr enttäuscht, aber dann am nächsten morgen leicht getostet mit Butter und frischer Erdbeermarmelade ein echter kleiner Seelentröster für das Bäckerherz.

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Das Rezept ist für eine 1,5 kg-Kastenform ausgelegt, kann aber natürlich auch anders geformt und dimensioniert werde. Bei mir zwei ‚kleine‘ Kastenformen und 2 brioche à tête

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Brioche mit Sauerteig von Lutz 
Sauerteig
65 g Weizen 550 (Variante Mario Weizenvollkornmehl)
30 g Wasser (warm)
3 g Anstellgut
Vorteig
65 g Weizenvollkornmehl
65 g Wasser (kalt)
0,06 g Frischhefe
Kochstück
13 g Weizenmehl 550
65 g Milch
9 g Salz
45 g Zucker
Hauptteig
Sauerteig
Vorteig
Kochstück
295 g Weizenmehl 550
120 g Ei (ca. 2,5 Stück)
9 g Frischhefe
4 g Rum (80%)
Prise Vanille
220 g Butter (5°C)

Die Sauerteigzutaten mischen und 10-12 Stunden bei 27°C reifen lassen.
Die Vorteigzutaten mischen und 10-12 Stunden bei Raumtemperatur (20-22°C) reifen lassen.
Für das Kochstück Milch mit Salz, Zucker und Mehl unter Rühren aufkochen bis sich eine zähe Masse gebildet hat. Nach Erkalten, die Oberfläche mit Klarsichtfolie abdecken, damit sich kein Kondenswasser bilden kann. 4-12 Stunden (oder länger) auskühlen lassen (Kühlschrank).
Die Hauptteigzutaten ohne die Butter 5 Minuten auf niedrigster Stufe und 10 Minuten auf zweiter Stufe zu einem glatten Teig kneten. Die kalte Butter in Stücken zugeben und weitere 5 Minuten auf zweiter Stufe kneten bis sich der Zeig hauchdünn ausziehen lässt.
90 Minuten Teigruhe bei Raumtemperatur.
Den Teig rund- und anschließend langwirken und mit Schluss nach unten in die gefettete oder/und mit Backpapier ausgekleidete Kastenform setzen. Die Oberfläche mit Ei abstreichen.
3 Stunden Stückgare in der Form. Das Volumen sollte sich mindestens verdoppeln. Vor dem Backen nochmals mit Ei abstreichen.
Bei 220°C fallend auf 180°C ca. 40 Minuten backen (Kerntemperatur etwa 93°C).
Für alle ‚Fachbergriffe‘ bitte hier schlau lesen. Oder natürlich gerne mir eine Frage formulieren!

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{sugar in the morning} – meine virtuelle Frühstück Plauderei – heute ein kulinarisches Mitbringsel genußvoll lächelnd wieder ausgepackt und an den Tisch gebeten. Katrin ‚verfolge‘ ich online schon etwas länger und lasse mich gerne einladen um zusammen durch Ihren Jahreszeiten Garten zu schlendern, neue Bücher zu erblättern oder wieder eines ihrer großartigen Wohnraum Projekte zu bestaunen. In echt mit Sand in den Schuhen vom gemeinsamen Spaziergang und Erde an den Händen vom Ernten durfte ich Sie letzten Monat kennen lernen. Sie hat etwas herrlich leicht verträumtes und gleichzeitig geerdet konkretes was sich für mich nur schwer in Worte fassen läßt. Wenn ich jetzt immer öfter ‚Katrins Porridge‘ still und leise für mich hin köcheln lasse, denke ich gut und gerne an unsere gemeinsame Echtzeit zurück. Unbedingt mit Hafergrütze und Flocke, denn das macht eine ganz besondere Konsistenz aus. Guten Morgen!

 

Dein perfektes Frühstück? Mein perfektes Frühstück besteht aus Porridge mit frischem Obst oder Kompott und einem sehr milchigen Milchkaffee. Das gibt es bei mir seit vielen Jahren jeden Tag.

Hast du ein besonderes Morgen Ritual? Hund, Katzen und Hühner versorgen, danach Porridge kochen und am liebsten auf unserer Terrasse mit Blick in den Garten essen. Meine Version von Porridge braucht ein wenig mehr Zeit, die ich mir bewusst nehme.

Ich bewundere dein ‚in die Tat umsetzen‘ – wie ist deine Herangehensweise an ein neues Projekt in eurem wunderschönen Haus. Ich glaube für Außenstehende sieht es so aus, als würden wir unheimlich viel geschafft kriegen. Aber auch bei uns warten Projekte oft jahrelang darauf realisiert zu werden. Manchmal mangelt es an Geld, oft an Zeit. Generell gibt es immer eine aktuelle Liste mit Projekten, die wir gerne umsetzen würden – im Sommer vor allem im Garten, im Winter vorrangig im Haus. Ich denke das wird sich auch nie ändern, solange wir hier leben! Es gibt einfach immer was zu gestalten, zu reparieren oder zu verbessern.

Gibt es einen Menschen, den du gerne mal (wieder) an deinen Frühstückstisch einladen würdest? Kleines Geheimnis: Am liebsten frühstücke ich alleine. Mein Mann ist kein „Frühstücker“ und so hat es sich eingebürgert, dass die Zeit morgens ganz alleine mir gehört – was ich mittlerweile auch sehr genieße.

Frühstück mit Tee oder Kaffee? Immer Kaffee aus frisch gemahlenen Bohnen mit viel Milch und viel braunem Zucker.

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Katrins Hafer Porridge 
2 gehäufte Eßl. zarte Haferflocken
3 gestrichene Eßl. Hafergrütze
etwa 500 ml Milch
Zimt, Kardamom, Salz, braunen Zucker

Haferflocken und Grütze zusammen mit Zimt und Kardamom (bei Katrin viel Kardamom!) nach Belieben kurz anrösten, bis es zu duften beginnt. Aber vorsicht Haferflocken verbrennen sehr leicht und schmecken dann nicht mehr. Mit etwa 500 ml Milch aufgießen, aufkochen und anschließend bis gewünschte Konsistenz erreicht ist rührend simmern lassen – etwa 10-15 Minuten. Ganz zum Schluss evtl. noch zuckern und salzen (in Katrins Portion kommt immer 1 TL brauner Zucker und ein halber TL Salz – ja Salz im Porridge, unbedingt mal ausprobieren!) Schmeckt fein mit Kompott oder frischem Obst.

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milas_brandenburg-19amilas_brandenburg-16bmilas_katrinBilder eins-drei von mir – vier von Katrin.

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garten menschen.

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Ein Haus, ein Garten, 5 Frauen – Guilia, Dana, Nicola, ich und natürlich Katrin – 24 Stunden ‚Genusszeit‚. Ein spontaner Gedanke ‚gemeinsam ernten, kochen, fotografieren und genießen‘ wurde von Katrin mit Termin und locker formuliertem Zeitplan perfekt vor-organisiert. Kannten wir uns vorher nicht und teilweise doch – nach 5 Minuten des ersten Beschnuppern – eine Atmosphäre als sollte es ein Wiedersehen von einst Schulfreundinnen im Heimatdorf werden.

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Zum Begrüßungsmittagtisch gibt es frisch geernteten Kohlrabi, fein gehobelt mit knusprigem Mix und zitronigem Öl – dazu Sauerteig Brot und Ideen für die weiteren gemeinsamen Stunden.

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Rhabarber und Erdbeeren wollen geerntet werden um zu Crisp Bars und Kuchen aus ,Barbara kocht‚ (wohl unser heimliches Vorbild) verbacken und einem spontanem Kompott gerührt zu werden.

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Nach einem Spaziergang und Kaffeetafel folgt Ernten Teil 3 – für das Erlebnis und den Abendtisch. Pflücksalat als Ergänzung zu Giulias Wildkräutern vom Wegesrand, Zuckerschoten zum Farro-Risotto, weitere Erdbeeren von der Hand in den Mund und dazu mein neues Lieblings Ofengemüse mit Dip. Dieser Garten, das Füllen von Körben mit den Händen im Grünen, die Augen wollen sich nicht satt sehen und die fluffigen Gedanken der letzten Wochen finden Ruhe. Die Gartenlichter werden angeknipst, die Stimmung zum Familien Wein, Quitten-Secco– und Saft warm prickelnd – Pläne schmieden, für auf ein Wiedersehen bevor sich das hier und jetzt in zauberhafte Gästezimmer zur Nachtruhe Betten darf. Am Morgen für die Frühaufsteher ein leise lächelndes Hallo und ‚kann ich dir noch etwas Gutes tun‘.

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Bis erneut ein vorläufig letztes Mal wieder hübsch getafelt wird – mit frisch gebackenem Topf-Brot, köstlichem Quitten Gelee, Kompott, Haferporridge (Rezept folgt) und gerührtem Ei von glücklichen Hühnern gekräutert und geraffelter Zucchini. Katrin und Moritz haben einen Ort geschaffen, der so beruhigend aufregend ist, dass man sich wie auf einer kleinen Insel mitten im verpflichtenden Alltagstrom fühlt. Immer wieder der Gedanke ‚das muß richtig viel Arbeit sein‘ Haus, Garten und Hof ein so zufällig, zauberhaftes Erscheinen zu schenken. Kein Blick wird gestört oder aufgehalten, Nase und Augen schnuppern schauend von hier nach dort. Es ist alles echt und gelebt, kein für das Bild – den über den Zaun oder durchs Schlüsselloch Blickenden – 24 Stunden die rückblickend aber und auch vor allem durch die genußvolle Runde so fein nachwirkt. Dankbare Vorfreude auf ein Wiedersehen!

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Und ganz à la Ni streue ich noch ein wenig Notizbüchlein-Konfetti: verliebt (und bestellt) Giulias Ring, (T)Raumduft, ein Laden für den nächsten Besuch und bewegte Bilder bis zum Wiedersehen unterm Quittenbaum.

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Veröffentlicht unter bread and friends, gebacken mit, küche, lieblingslektüre | 3 Kommentare