sommer sammeln.

«Frederick, warum arbeitest du nicht?», fragten die anderen. «Ich arbeite doch», sagte Frederick, «ich sammle Sonnenstrahlen für die kalten, dunklen Wintertage.» Und als sie Frederick so dasitzen und auf die Wiese starren sahen, sagten sie: «Und nun Frederick, was machst du jetzt?» «Ich sammle Farben», sagte er nur, «denn der Winter ist grau.» Einmal sah es so aus, als sei Frederick halb eingeschlafen. «Träumst du, Frederick?», fragten sie vorwurfsvoll. «Aber nein», sagte er, «ich sammle Wörter. Es gibt viele lange Wintertage und dann wissen wir nicht mehr, worüber wir sprechen sollen.»

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tisch und beet.

tischundbeet. Ein Pop-up Dinner Konzept, um die regionalen und saisonalen Produkte der Nachbarschaft wieder zu entdecken. An verschiedenen Orten stellen wir unsere Tafel auf – wollen gemeinsam ernten, vor Ort verarbeiten und zusammen plaudernd genießen. Couscous mit Minze, Feta und Sauerkirschen – Gurken Carpaccio mit Ziegenkäse, Dill und Zitrone – dicke Bohnen mit Minze, Olivenöl, weißem Balsamessig auf Ricotta bestrichenem Sauerteigbrot.  Dukkah aus gerösteten Haselnüssen/Sesam, Koriander und Kreuzkümmel. Dazu Rosé Wein und Kirsch-Rote Johannisbeere Soda.

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rettet die kirschen.

<Man hat so sein tun.> In rosiger Rückschau, ist das ein Satz aus meiner Kindheit. Meine Omi in Kittelschürze, im Sommer zur Kirschenzeit gerne mal auch drunter ohne Rock und Bluse – war sie doch auch so schick, die Kittelschürze. Nicht diese zum Binden, sondern fein gestärkt und zum Knöpfen. Ich schweife ab, aber merke so verblasst sind meine guten alten Erinnerungen doch gar nicht. Man machte viel mehr zeiterfüllende Dinge, für die heute alle viel zu gestresst sind. Einmachen zum Beispiel oder auch „Einwecken“ – Kompott. Schattenmorelle, Mirabelle, Pflaume, Gurken, Apfel .. Vom Nachbarn oder aus dem eigenem Garten. Die letzten zwei Wochen habe ich Kirschen gepflückt, entkernt, eingekocht, zusammen – direkt unterm Baum ein Kirschen-Chutney-Baguette-Ziegenkäse Picknick. Sätze wie „das du für sowas Zeit hast“, machte mich dann sogar irgendwann stolz. Ja die nehme ich mir, am liebsten in Gesellschaft. Danke Papa und Ida – ihr wart das beste Team, Tomke und Markus, Olga und Claudia, Lina und Kerstin, Daniela, Isabelle, Jürgen und Rita für Kirschen, Zeit und das Gefühl gemeinsam etwas Sinnvolles zu tun. Eine leise Idee warum sich einst und früher nicht so viele mit Achtsamkeit, Glück und Meditation beschäftigten und trotzdem ziemlich verwurzelt im hier und jetzt lebten habe ich jetzt. about a girl

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vom feinsten.

Es ist eine Zeit in der andere Brötchen verkaufen, den Schornstein fegen, bunte Kinder Spiele erfinden, durch den Wald Joggen oder für Patienten da sind. Mitten in der Woche vormittags um 10.00 Uhr nehmen wir uns Zeit. Es ist warm, eigentlich ein draußen Morgen. Die Bienen summen vor der Garten Tür – es duftet und schmeckt nach Sommer. Wir lernen, lachen und sprechen es aus „was Oma heute sagt ist Gesetz“, denn sie lehrt uns heute ihr Holunderblüten Gelee. Familienrezepte borgen und in die eigene Tradition einflechten. Tausch dich glücklich!

Holunderblütengelee
30 Holunderblütendolden
2 Liter Apfelsaft (klar)
3 Pakete Gelierzucker à 500 g (2:1)
3-4 Zitronen (Saft)

Die Holunderblüten nicht waschen sondern nur etwas abschütteln und zusammen mit dem Apfelsaft in einen Topf geben, verrühren und abgedeckt an einem kühlen Platz über Nacht ziehen lassen. Die Zitronen auspressen. Ein Sieb mit einem Mulltuch auslegen und über einen Topf stellen. Den Blütenansatz hineingießen und gut abtropfen lassen, leicht ausdrücken. Für 1400 ml/g „Holunderblütenapfelsaft“ nimmst du 2 Pakete Gelierzucker – wir hatten 1800 ml – haben also 2 Pakete Gelierzucker plus 285 g Zucker genommen.  Zitronensaft und Gelierzucker unterrühren. Den Saft rührend aufkochen und 2 Minuten sprudelnd kochen lassen. Das fertige Gelee heiß in die vorbereiteten Gläser füllen und verschließen.

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mallorca – part II.

a few things we loved.

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mallorca – part I.

– one after another.
I start to discover new aspects of
my current life while travelling. I take them as my own,
try to turn into something closer to me, try to enjoy.
one step after another.
Continuous learning.

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brioche tage sind gute tage.

Guten Freunden bringt man ein Brioche mit. Atelierfrühstück bei Yasemin und spontanen Gästen – Freunde von Freunden.

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feenschule.

Es ist viel passiert. Das Küchenmädchen an meiner Seite. Das letzte Jahr war für uns alle sehr besonders. Sie hat mir Kraft, Zuversicht und ihr Lächeln geschenkt. Ich bringe ihr bei den Teig zu kneten, zu formen ihm Zeit zu lassen. Sie hat mich gelehrt an Engel und Feen zu glauben. Es ist immer jemand an unserer Seite, der auf uns aufpaßt. Anders kann ich mir mein ganz persönliches Wunder nicht erklären. Nehmt euch eure Zeit!

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der winter geht in die verlängerung.

Wir backen uns Kardamom Sommergebäck und denken beim Lüften im Kardamom-Wohnungswind – komm doch lieber Sommer. Halt uns warm mit fröhlichen Sonnen Gedanken. Emily.

kardemummabullar – Kardamom Schnecken (M.Johansson, Brot Brot Brot) 3 Bleche
Süßer Hefeteig
1 EL Kardamomkapseln
150 g Butter
25 g frische Hefe
je 250 ml Milch, kalt und Wasser
150 g Zucker
6 g Salz
850-900 g Weizenmehl (550er)
Füllung
1 EL Kardamomkapseln
200 g Zucker
200 g Butter
Sirup
45 g Zucker
50 ml Wasser
1/3 Vanilleschote, Mark

Den Kardamom im Mörser zerstoßen, die äußeren Kapselteile vorher entfernen. Die Butter in Scheiben schneiden. Mit den restlichen Zutaten 10-15 Minuten (mittlere Stufe) zu einem relativ feuchtem Teig verrühren. Der Teig soll relativ weich sein, erscheint er dir aber wesentlich zu feucht vorsichtig noch etwas Mehl zugeben. In einer verschlossenen Schüssel 10-15 Stunden im Kühlschrank gehen lassen.
Für die Füllung Kardamom im Mörser zerstoßen, mit Zucker mischen (etwa 40 g beiseite stellen – zum Bestreuen später) und mit weicher Butter im Handrührgerät glatt rühren.
Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche glatt drücken und gleichmäßig zu einem Rechteck (70x40cm) ausrollen. Die Füllung gleichmäßig bis zu den Rändern aufstreichen. Ein Teigdrittel von der Längsseite her zur Mitte falten. Dann das andere restliche Drittel von der anderen Seite darüberklappen. Den Teig so drehen, dass die offenen Enden seitlich liegen. Weiter zu einem Rechteck (60 x 25 cm) ausrollen. Mit einem Messer 1,5 – 2 cm dicke Streifen abschneiden (etwa 50-75 g pro Schnecke). Einen Streifen spiralförmig drehen, in die Hand nehmen und ein Ende zweimal um Zeige- und Mittelfinger wickeln. Das andere Ende quer über die Schnecke ziehen und an der Unterseite feststecken. siehe hier. Drei Backbleche mit Backpapier belegen. Die Schnecken darauf verteilen, mit Geschirrtüchern abdecken und etwa 1-1,5 Stunden gehen lassen. Das Volumen sollte sich annähernd verdoppeln (etwas vergrößern).
Mindestens 30 Minuten vor dem Backen den Ofen auf 225°C vorheizen. Für den Sirup Wasser und Zucker aufkochen, Vanilleschote auskratzen und Mark und Schote in den Sirup geben. Einmal aufkochen und beiseite stellen. Die Bullar vor dem Backen mit etwas Wasser bepinseln und Kardamom-Zucker-Mischung berieseln. Im Ofen (Mitte) etwa 10 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und sofort mit Sirup bestreichen.

Wir haben statt Eßlöffel Kardamomsaat – Eßlöffel Kapseln verbacken (also Saat der Kapseln). Wir lieben Kardamom, aber die Menge erschien uns doch etwas zu üppig.

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verabredung zum backen.

Einer liest das Rezept vor, der Andere wiegt und rührt. Stille, Konzentration, Lachen, Leichtigkeit. Auf der Suche nach dem Leben was zu mir paßt – immer wieder mein Thema. Über den Dächern in Hannover gemeinsam Baguette geformt – in Hamburg, in einer französischen ‚Garten-Blick‘ Küche Fougasse Teig gefaltet – zum Bauernbrot verbacken, was seltsam nebensächlich – der gemeinsame Tag zum Herzstück wurde. Offen sein für den Moment und für das, was sich daraus ergeben mag. Freiräume zusammen füllen und dabei Platz für neue Ideen und Möglichkeiten schaffen. Ja das paßt zu mir. Oh oh la la.. je veux.

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