paris à pied.

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Einfach los. So war der Plan. Flug und Unterkunft schnell gebucht, die Vorfreude groß. Eigentlich ganz einfach. Eine gute Handvoll feiner Adressen geradewegs erklickt, alles kein Muß auf unserem Fußweg, wollten wir uns doch treiben lassen – grob im und ums Marais -. Der Plan ging auf. Wir hätten uns auch von einem zum nächsten Ort weiter empfehlen lassen können, notiert und abgespeichert für wir kommen wieder – unbedingt. Denn – Paris jetzt erst recht – die Worte eines ganz besonderen Menschens, als unser wegen der Vorfreude im Voraus bebuchter Plan aus traurigem Anlaß ins Wanken geriet. Eine Perlenkette meiner Lieblingsorte am Ende. Findet euren Weg. le long de la route

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So viele Nachbackideen in meinem Büchlein notiert. Kastiger Kuchen Zitrone-Mohn und unbedingt Schoko-Kastanie :: Orangen-Scone :: Sablés mit Ecken :: blättrige Schokoteilchen :: Safran Brioche mit Nuss :: Pistazien Schnecken :: .. dazu mehr guten Kaffee trinken und probieren, noch viel bewußter.

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for you to love:
* ten belles café (‚belleville‘ Kaffee und im Trio mit Myrthe / bleuet coquelicot unschlagbar – alle drei nebeneinander)broken arm café * boot café (das kleinste)fondation café * télescope café * broken biscuits caféle peloton café * coutume café * fragments café * ob-la-di café * café lomi (Rösterei) * café belleville (Rösterei) * good coffee in paris * biocoop dada * epicerie général * la maison bastilleholybelly * myrthe epicerie&cantinerose bakery (unbedingt Kastanien-Schoko-Kuchen bestellen)* mamie gateaux salon de thé * les petits meubles de marie * merci * la trésorerie * mora & e. dehillerie * passage du grand cerf * bleuet coquelicot (fleuristerie & cabinet de curiosités)

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liberté.

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Einreihen in die Schlange, das Warten genießend zuhören was der freundliche Franzose vor mir wählt und selber ‚je prends un morceau de pain traditionnel‘ in gedanklicher Dauerschleife üben. Zwei kleine Tische am Fenster an denen ich gerne länger als eine kurze Brot-Kaffeepause verweilt hätte – das ist so sehr meins – ein besonderer Raum, zufriedene Menschen voller Vorfreude auf eine duftig gefüllte Tüte, ein kleiner starker Kaffee, besonders ausgewählte Sitzmöbel, ein Fenster für den Blick nach Links und mir gegenüber eine zauberhafte Reisebegleitung. Unterwegs sein mit Kaffeepausen und Genuß. Die Rastlosigkeit des Alltages für ein kurzes Wochenende beurlauben und Gutes im Handgepäck mit nach Hause nehmen – kulinarisch und beseelt. paris sera toujours ..

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for you to love:
Liberté pâtisserie-boulangerie par Benoît Castel *

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verzettelt.

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Zettellisten. Kaufen fürs Kind, backen, in Gläser füllen, anrufen, schreiben, antworten, sortierte Gedanken mit Sternchen davor, Weihnachtsideen, Termine für die Woche, Ideen nach guten Gesprächen oder ganzen Wochenenden, nach der Laufrunde schnell notiert, .. , Wunschlistenzettel. Die Flotte Lotte mußte lange auf ihr Häkchen warten auf eben so einer Liste. Bei Nina endlich mein Modell entdeckt und einpacken lassen. Die Hagebutte ihr erster gebührender Einsatz. Die selber wiederum auch schon länger auf einer anderen wartete. Die Lotte hat die Butten mit Geschichte und Gebrauchsspuren zwar etwas störrisch aber hübsch verarbeitet. Das Rezept, so etwas wie eine Grundrezept für eure Ideen. Süß oder herzhaft ich bin gespannt auf eure Listenpläne für den Spätherbst. Die Hagebutten Prinzessin hat sie ja bereits zauberhaft geteilt. Und hier noch zwei Wunschblätter für mehr wildes Kochen klick klick. Mein Mus soll übrigens auf Omas Buchweizen Pfannkuchen gestrichen werden –  ich würde gerne teilen – Gästelisten – wer mag ein Tischkärtchen?

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das_rezept

Hagebutten-Marmelade
Hagebutten
Gelierzucker (2:1)
evtl. etwas guten Apfelsaft

Bereits bei der Ernte auf schöne, reife Früchte achten. Diese zu Hause entblättern und gründlich abspülen. Anschließend in einem Kochtopf gut mit Wasser bedeckt aufkochen und bei moderater Hitze weich garen. Das dauert je nach Größe und Festigkeit der Butten mindestens eine halbe Stunde. Etwa zur Halbzeit die Butten mit dem Kartoffelstampfer grob zerkleinern. Sobald die Hagebutten schön weich sind, werden sie durch den feinsten Einsatz der Flotten Lotte passiert. Das sondert alle Stängelchen, Kerne, den größten Teil der Härchen und der beim Kochen zerbröselten Blütenansätze aus. Dann den Brei nochmals durch ein feines Sieb streichen. Das fein passierte Hagebuttenmus lässt sich nach Belieben weiterverarbeiten. Für Marmelade kann man es einfach mit Zucker mischen und bis zur Gelierprobe einkochen. Eventuell noch etwas guten Apfelsaft zugeben, daß das Mus von der Konsistenz etwas flüssiger als Apfelmus wird. Nun abwiegen und ein Drittel des Gewichts in Gelierzucker (2:1) zugeben (bei 600 g Mus also 200 g Gelierzucker). In einem hohen Topf unter ständigem rühren 3 Minuten kochen lassen. In Marmeladengläschen füllen und gut verschließen.

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eins zum anderen.

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Ist es der Duft, die flaumige Schale, der harte Kern, die Herausforderung, das Anders sein, der kleine Liebhaberclub versammelt um die goldene Kugel, dieser ganz besondere Geschmack: kartoffelig, tomatig, zitronig, pfirsichigig, .. , süß und herb geht beides, auf jeden Fall wird meine Leidenschaft mit jedem neuen Herbst innig und vertrauter. Im Keller lagert die jährliche Beute und verströmt ihren betörenden Duft, auch die Nachbarn im 4. stöckigen Altbau erfreuen sich bis hoch hinauf und versorgen mich auf halber Treppe mit Erinnerunggeschichten von einst und damals, inklusive Rezept und wie sie – die Quitte – am Liebsten an die Hand genommen werden mag. Dieses Jahr ein echtes Liebhaber Projekt bei dem sich eins zum anderen fügte. Der Anfang – dies Bildgefolgt von Isas köstlichem Quittenmus, dann die süße Idee Quitten Schnitzel in vanilligem Anis Sirup heiß zu baden und ein (veganer) Kokosboden wollte getestet werde. Das Trio ließ sich entspannt, nebenher und mit voller Aufmerksamkeit für das finale Schichten, Backen und Gabeln vorbereiten. Von Lina am Backtag dann die abrundende Idee zwischen Mus und Schnitzel noch eine zitronige Crème zu streichen – Sterne drauf und fertig. Noch warm mit Vanille Eis, leicht abgekühlt oder nach einem Tag direkt an der Kühlschranktür kühl gelöffelt alles fein. *oh du fröhliche Quittenzeit*

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Quitten und Krokant sind auch solo auf Brot, zum Eis oder Frühstücksbrei köstlich. Du kannst natürlich einen Teil des Kompott zu Mus pürieren, um nicht noch extra ein weiteres Kochen zu kochen müssen. Und hier wird bis zum nächsten Herbst gesammelt. Ich freue mich über eure persönlichen Favoriten – Geschichten. je veux ..

das_rezept

Quittenmus (nach Isa)
4 große Quitten
1 Zitrone
Gelierzucker 2:1
etwas Apfelsaft

Quitten vierteln, Schälen und das Kerngehäuse großzügig herausschneiden. Die Blütenansätze wegschneiden und verwerfen. Zwei Töpfe bereit stellen. In einen Schalen, Kerngehäuse und ein paar Spritzer Zitonensaft geben, mit Wasser auffüllen, daß die Quitten bedeckt sind. Einmal aufkochen und 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Quittenviertel in Spälzchen schneiden und bis zur Weiterverarbeitung in kaltem zitronisiertem Wasser (verhindert das unschöne bräunen) ruhen lassen. Ist der Sud aus den Schalen fertig, Quittenviertel abgießen und mit dem ebenfalls durch ein Sieb gefiltertem heißen Schalen-Sud aufkochen lassen. Etwa 30-40 Minuten, bis die Quitten weich sind. Quitten pürieren und eventuell noch etwas guten Apfelsaft zugeben, daß das Mus von der Konsistenz etwas flüssiger als Apfelmus wird.  Nun abwiegen und ein Drittel des Gewichts in Gelierzucker (2:1) zugeben (bei 600 g Mus also 200 g Gelierzucker). In einem hohen Topf unter ständigem rühren 3 Minuten kochen lassen. In Marmeladengläschen füllen und gut verschließen.

Quittenkompott 
3 große Quitten
360 g Wasser
120 g Zucker
35 g Honig
1 Vanilleschote
3-4 Sternanis
etwa 30 ml Apfelsaft, ein Guter

Den Ofen auf 190 °C anheizen. Quitten vierteln, Schälen und das Kerngehäuse großzügig herausschneiden. Die Blütenansätze wegschneiden und verwerfen. Das Mark der Vanilleschote mit dem Zucker verreiben. Schalen und Kerngehäuse mit Wasser, Vanillezucker, Honig, ausgekratzter Vanilleschote, Sternanis aufkochen und etwa 15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Quittenviertel in Spälzchen schneiden und bis zur Weiterverarbeitung in kaltem zitronisiertem Wasser (verhindert das unschöne bräunen) ruhen lassen. Nach 15 Minuten die Spälzchen wieder abgießen und in eine Auflaufform geben, den heißen Sirup durch ein Sieb in die Form filtern – Sternanis und Vanilleschote wieder zugeben. Im Ofen auf mittlerer Schiene etwa 2 Stunden köcheln. Alle 30 Minuten mit einem Löffel umschichten. Wenn sie fertig sind, sollten die Quitten zart, rosig und noch leicht bißfest sein. Den Apfelsaft zugeben und in ein großes Schraubglas füllen – wenn nicht alle Quitten mit Sirup bedeckt noch etwas Apfelsaft einfüllen.

Frischkäse Füllung
200 g Frischkäse
1/2 Vanilleschote, Mark
1 EL Zucker
1 gestr. TL Speisestärke
etwa 50-70 ml Agavedicksaft
(je nach Süßvorliebe)
1 Eigelb
etwa 1 TL Zitronenschalen (bio) Abrieb

Vanillemark mit Zucker verreiben. Mit einem Schneebesen alle Zutaten zu einer Crème verrühren. Hier zählt dein persönlicher Geschmack, ausreichend zitronig-süß? sei mutig und finde deine Balance.

Teig für eine 18-19 cm Form (nach Ashlae)
170 g Mehl, Weizen 550
1 EL Zucker
1/4 TL Salz
50 g Kokosöl
5-6 EL Eiswasser (kaltes Wasser mit 2 Eiswürfeln)

In einer Schale Mehl, Zucker und Salz vermischen und für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen. Das Kokosöl ‚verflüssigen‘, aber gegebenfalls wieder auf Zimmertemperatur herunter kühlen lassen. Das Öl in zwei Portionen zum Mehl geben und mit den Händen – zwischen Daumen und Fingern verreiben – einarbeiten. Es bleiben noch kleine Fett-Mehl Klümpchen, die nach anschließender Löffel für Löffel Zugabe des Eiswassers zu einem homogenen – ich gebe zu etwas Gummi artigen Teig – geknetet werden. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie 30 Minuten ruhen lassen.

Mandelkrokant
2 EL Mandelblätter
1/2 EL Zucker

Mandelblätter ohne Fett in einer Pfanne hellbräunen, Zucker dazu und unter ständigem wenden leicht karamellisieren. Auf einem Teller abkühlen lassen.

Finale Verarbeitung Form buttern, Teig ausrollen und auf Größe – plus Falten Zulage – ausschneiden, Sterne ausstechen. Die Form hübsch auskleiden, 3-4 Eßlöffel Mus in die Form streichen, Crème ebenfalls. Quitten Spälzchen in die Crème betten, mit Mandelkrokant schmücken und Sternen bedecken. Bei 180 Grad etwa 40 Minuten goldig backen.

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gemeinsam(keiten).

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Sich gegenseitig inspirieren, voneinander lernen und miteinander wachsen, an den Herausforderungen die einem die Brotleidenschaft schenkt. Aus meiner Durchgebackenen Nacht im September ist dieser hübsche schwedische Kringel geboren, so gegen vier Uhr morgens habe ich von schwedischem Kardamom Gebäck geschwärmt, was mir seid meinen Skandinavien Reisen hier in Hannover so sehr fehlt. Erst noch etwas skeptisch, Kardamom sei nichts für den norddeutschen Gaumen, dann aber gleich morgens neugierig auf meiner Rezeptseite gesucht und gefunden, wird mein Schweden Fernweh jetzt in Demeter Qualität hier gebacken und verkauft. So und jetzt bitte noch ein richtig gutes ’schwedisches‘ Sauerteigbrot und ich bleibe noch ein bißchen ..  Mehr Inspiration gab es für mich an einem ganz besonders freundlichen Herbst Samstag – 13 Brotverliebte Menschen, die oberflächlich betrachtet unterschiedlicher hätten nicht sein können, versammelten sich hier um den Meister. Wir feuerten den Ofen an, bearbeiteten 160 kg Teig, Gärkörbe wurden gefüllt, französisches Leinen in Falten gelegt und Olivenöl in Foccacia einmassiert. Wir hatten alle (nicht nur) ein gemeinsames Thema wofür unsere Herzen höher schlugen, eine sehr achtsame Hand in Hand Stimmung die Lust auf mehr Lernen machte. Das ist mein Weg hier gehts weiter, mit Mehlstaub bepudert auf zu neuen Ufern – gemeinsam.

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(vermeintlich) verbotenes.

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Ein spannend-entspanntes Leben. Ein hoher Anspruch. Vermeintlich Verbotenes erhöht Spannung und Potential – eigene Regeln und Gesetze brechen für mich die Königinnen Disziplin, bin ich doch ein ordentlich und Struktur liebender Mensch. Gelingt es mir doch links und rechts vom Weg tänzelnd Neuland zu betreten, darf das Leben entstehen was sich wohl anfühlt – eine Spannung die kribbelt aber nicht beunruhigt. Die Rückenwind schenkt für neue Ufer, für irgendwann sich dann doch wieder wohlig einrichten innerhalb der Komfortzone, aber der Weg dahin war wichtig und richtig. Ein Morgen im Herbst an dem ich normal im Büro allenfalls kurz aus dem Fenster geschaut hätte, stattdessen geteilt mit Lina, Kaffee Gesprächen, Gelee-Kochen und einem schnellen Mittagsbrot bevor es wieder auf die Alltagsspur ans Büro Fenster ging – kleine erlaubte Fluchten.

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das_rezept

Vogelbeer-Apfel-Thymian-Gelee (sehr fein und leicht bitter)
100 g Vogelbeeren
350-350 ml Apfelsaft, eventuell frisch gepreßt
1 Zweig Thymian
150 g Gelierzucker (2:1)

Vogelbeeren 48 h einfrieren. Danach ca 15 min. zusammen mit dem Thymianzweig in Apfelsaft weich kochen. Mit Sieb und Löffel oder einer ‚Flotten Lotte‘ passieren. Das Mus mit Apfelsaft auf 300 Gramm auffüllen, Gelierzucker zugeben, nochmals etwa 3 Minuten sprudelnd aufkochen und in vorbreitete Gläser abfüllen. Sehr fein mit Ziegenkäse auf auf frischem Sauerteigbrot.
Es ist völlig unklar,woher die Fehlinformation über die angeblich giftigen Vogelbeeren kommt, da man sie kaum mit anderen, giftigen Beeren verwechseln kann. Vogelbeeren sind essbar. Die Früchte der wilden Sämlinge sind allerdings so bitter, dass sie niemand in größeren Mengen verspeisen kann. Gekocht als Zugabe zu einer Birnenmarmelade entfalten sie ihr Aroma bestens. In Schweden wird pur ein Gelee daraus zubereitet, in Österreich ein hochbezahlter Schnaps. Die Sorte ‚Edulis‘ (syn. Sorbus moravica) ist bitterstoffarm, die Sorte ‚Rosina‘ ist bitterstofffrei und roh zu essen. Quelledas_rezept_unten

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geklickt, nochmal geklickt und gemerkt. new beggings von Anna * Kompott im Feldhotel * nächstes Jahr Apfelernte – versprochen * eine Krone für die Herbstkönigin * Männer Schuhe zu Mädchen Korb* schön Praktisches für die Küche und ein Serviettensegel für den Tisch * Lieblingsring mit Buch in der Hand * eine Herbstwaffel mit Punsch * endlich eine Mittagspause hier oder hier und Brot für die Rückfahrt * Paris mit Cafè au lait und ein Baguette * Apfelkuchen backen und auf Annas Tellern essen * Knuspermüsli für eine neue Küche * und bald ist es wieder soweit Keks Kalender Kranz Zeit * passende Musik gesucht

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zusammen is(s)t man weniger allein.

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Fünf Frauen und ein kleiner Mann in einem Haus in Regensburg, Gastfreundschaft wie im Bilderbuch, eins von den besonders schönen. Ein Wochenende wie eine Insel -eine Stopptaste- mehr ein Klassentreffen bester Freundinnen als eines von Internet Bekanntschaften. So Dankbar für unsere gute gemeinsame Zeit. Wir haben gekocht, gegessen und wieder gekocht. Zutaten auf der Straße gefunden, im Gepäck gehabt und an ganz besonderen Marktständen verkauft bekommen. Gedanken geteilt, zurück und weiter gedacht, geruht, gebummelt, durch den Herbstmorgen gerannt -wer mochte-, neues entdeckt und für zu Hause wieder eingepackt. Pläne schmiedend auf ein Neues, das Abschied nehmen viel schwer – ankommen und wieder auf Start drücken auch. Aber das beruhigende Gefühl bleibt – Urlaub vom Leben – ist möglich und ach so wichtig. Die logische Konsequenz des Wochenendes wäre jetzt eigentlich ein Kochbuch -zusammen ißt man schöner (und mutiger) als alleine- mal sehen wieviel Logik uns aller Alltag so verträgt.

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food and friends in Regensburg. one of the delicious food on the table and of course in our hands during a very special weekend. apple-ginger-nut cake (recipe see below) from Anna – I learned so much about different flavours and spices – everyone had something in his travel bag or we found it on Saturday strolling through the city – for our long table. So anyone discovered some tasty novelty.. peanut raw bites, ginger tea cake, elderberry and reine-claude jam, miso salad dressing, cumin seed spiced pumpkin, cardamom-peanut and banana-buckwheat-almond granola, different teas and its effects, Obatzter, Nußbeugerl, rosewater shortbread, schwarze Kipferl, warm porridge with blueberries, filled zucchini flowers,.., maybe a cookbook – our weekend table and tales – first a song for updating the perfect mood – repeatable as required. and warmly to you two particular shops klick klick

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das_rezept

Ingwer-Birne-Nuss-Kuchen (frei nach Anna und Jamie – 2 kleine oder eine normale Kastenform)
300 g Mehl Weizen 550, oder Dinkel 630
3 gestr. TL Backpulver
100-150 g heller Muscavado Zucker
150 g Butter, weich
3 mittelgroße Birnen
4 Eier, leicht geschlagen
1 EL Demera bzw. Rohrzucker
1 Händchen Haselnüsse
2 EL Ingwer kandiert, gewürfelt

Ofen auf 180°C vorheizen. Butter, Mehl und Zucker mit einem Mixer verrühren. 1,5 Birnen grob schnitzeln oder raffeln, zusammen mit den Eiern zum Mehlgemisch geben und gut mixen. 1,5 Birnen würfeln, mit dem Ingwer (eventuell große Stücke noch vierteln) unter den Teig rühren. In gebutterte oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform(en) streichen, mit grob gehackten Haselnüssen -leicht andrücken- und Rohrzucker berieseln. 45-50 Minuten, bzw. goldbraun backen – eventuell nach 25-30 Minuten mit Alufolie abdecken wenn der Kuchen zu schnell bräunt – Zahnstochertest. 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, vorsichtig aus der Form heben und vollständig auskühlen lassen – auch wenn es schwer fällt.

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eine zufriedene nacht im september.

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Nachts um 2 verschlafen. Der Wecker sollte um 00.50 wecken, meine innere Uhr tat es dann um 1.50. Es war immer noch früh als ich 10 Minuten später auf meinem Rad durch die Nacht radelte und überrascht war, wie lebendig eine Stadt zu allnächtlichen Schlafenszeit ist. Meine Backnacht – ein Schmunzeln wahrscheinlich für Bäcker und Bäckerinnen die diese Zeilen lesen – aufregend und einfach nur großartig! Wieder einmal staunend über die Schulter und in Schüsseln schauen, mit Hand anlegen und Fragen stellen. Um sechs dann der erste Kaffee und ein kurzes Durchatmen vor dem Endspurt – auf meinem Heimweg ein tiefes zufriedenes Lächeln. Auch der Vormittag wurde zufrieden und magnetisch – eine wohltuende Weg aufzeigende Erkenntnis – tue das was dir gut tut, was dir von ganzem Herzen entspricht und du wirst dein Gutes anziehen. Und wenn es vorerst lächelnde Menschen – die sich über deine zufriedene Ausstrahlung freuen – sind. night shift – a night in september I was allowed to learn how you treat your bread dough like a pro in an exceptional demeter bakery. I am so grateful for this experience out of my comfort zone – it was one o’clock in the morning – afterwards I was so happy and full of positive energy all people on my way home smiled at me. pursue your needs, desires and dreams and your destiny grows – don’t fight it, be with it and allow life to show you what it has in store for you. have a wonderful day!

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Hand in Hand wird gerollt, geformt und geflochten. Beeindruckend wie Abläufe ohne viele Worte fast elegant ‚abgearbeitet‘ werden. Mein Brotliebling für diese Nacht – ficelle – ein langgestrecktes, aromatisches französisches Baguette mit hohem Krustenanteil und langer sanfter Teigruhe.

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Danke an Christian Lecht und sein großartiges Team der Demeter Bäckerei Backwerk in Hannover für diese ganz besondere Nacht im September.

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breakfast in madrid.

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Elena and Ana – authors of the Hermanas Arcë blog – I have here this morning as my ’sugar in the morning‘ guests. I’m so pleased to share a morning with these talented, enthusiastic and particular kind ladies!
I feel a little restless and uprooted at the moment and would much rather pack three small travel bags for us all to spend a year traveling, exploring people and countries, working in bakeries, drinking good coffee, wandering in soothing landscapes and swimming in the refreshing sea. And I would especially like to visit the interesting people who I’ve met in my virtual travels. Madrid with its sisters Ana and Elena would be at the top of my itinerary. They were once told by their grandparents „You should always stay together“ – which they took to heart and now share their lives and their love for Madrid and good food. If you read their stories and see their pictures you’ll feel a profound connection between them, something only found amongst those who share rare, life-long friendships. I love their way of simple yet exciting cooking and how they experiment with local ingredients. I’d just love to stand or sit next to them in the picture and just have a chat in this calming atmosphere. Come, have a seat – enjoy this sunny autumn breakfast in Madrid and try the delicious recipe with your fruit choice. So lovely that Ana and Elena sharing my fruity jam passion too.

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Your perfect breakfast? We have breakfast at work during the week, so any weekend breakfast is perfect breakfast. We are big toast people, so we usually have toast with butter and honey or jam. Every once in a while we make pancakes, waffles or even a kond of brunch, but most days it’s just coffee, freshly squeezed orange juice and toast.
Where do you buy the best bread/buns in your city? The best bread in Madrid definitely comes from Panic. There is such a big difference with the rest of the bakeries out there that even if it’s not in the neighborhood we alway go there to buy our bread. You can alway slice it, freeze it and put it in the toaster in the morning.
Do you have a special morning ritual? Not especially, but we do have breakfst as soon as possible to be in a good mood 🙂
Breakfast with tea or coffee? Coffee!

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das_rezept

strawberry jam
1 kg strawberries
700gr sugar
juice of 1-1.5 lemons

1. Place a saucer with five metal spoons in a flat place in your freezer for testing the jam later.
2. Mix the strawberries, the sugar and the juice of 1 lemon in a non-reactive pan with some depth so that the mixture will not splatter the whole kitchen. Place the pan over medium-low heat and cook, stirring constantly with a heatproof rubber spatula. After a few minutes, as the juice starts to run and the mixture begins foaming a little around the edges, raise the heat to high, stirring often.
3. Boil the mixture hard for 20 to 30 mins, gently scraping the bottom of the pan every few minutes, gently scraping the bottom of the pan every few minutes with your spatula to be sure the jam is not sticking. If it does begin to stick, decrease the heat slightly, being sure the jam continues to cook at a rapid boil. Continue to cook, stirring and scraping the bottom frequently, until the foam subsides, the mixture acquires a darker, shinier look, and the berries appear softened and saturated with liquid, about 25 mins total.
4. Continue to cook the jam. After 3-5 more mins, it should again look glossy and dark. At this point remove the jam from the heat and test for doneness, suing a stainless steel spoon to carefully scrape all the white foam from the top of the mixture while you test. Do not stir. To test for doneness, carefully transfer a small representative half-spoonful of jam to one of your frozen spoons. Replace the spoon in the freezer for 3-4 mins, then remove and carefully feel the underside of the spoon. It should be neither warm nor cold; if still warm, return to the freezer for a moment. Tilt the spoon vertically to see how quickly the jam runs; if it runs slowly, and if it has thickened to a gloomy consistency, it is done. If it runs very quickly or appears watery, cook it for another couple of mins, stirring and test again as needed. At this point you can taste the jam and see if it needs more lemon juice. Adding the lemon juice in this second step can give your jam a brightness that adding it at the start will not provide.
5. When the jam is ready, skim the foam from its surface, then stir well to be sure the berries and liquid are evenly distributed. Pour the jam into jars and process according to the manufacturer´s instructions. I usually just fill the jars to the brim, put the lid on and turn them upside down.

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In this case we used strawberries (we made this some time ago), but you can use other fruits. Right now plums would be a good option. You can vary both the amount of sugar and lemon depending on how sweet your fruit is, and depending on how long you want the jam to last: you can either make a compote with less sugar which will have to be kept in the fridge and will keep for less time or a jam with more sugar which will keep for longer.

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ohne ofen.

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Ein erstes Picknick mit wärmender Jacke, auf gedoppelter Decke ganz nahe an einen schützenden Baum gerückt, der uns mit seinem – noch dichtem – Blätterdach vor windiger Herbst Wolken-Sonne-Regen schützte. So werden ganz unbewußt geplant meine Küchen Plaudereien erweitert durch unterm freien Himmel Pickereien auf der Decke. Vor ein paar Wochen das erste Mal in den Sonntag Mittag Garten geladen, weil das Kind ‚oben‘ in der Mittagszeit ruht und es leise sein darf. Nun fast schon ein liebgewonnes Ritual – vielleicht werde ich ja doch noch zum Winter-Griller mit Stockbrot, heißem Cider und geröstetem Gemüse .. Aber ich schweife ab vom Überschrift-Thema – Ofen kaputt. Erst ein kleines Drama. Dann wurde das Sauerteig-Brot bei der Nachbarin gebacken und geteilt. Es hatte fast etwas vom wöchentlichen, kommunikativem Brotbacken von einst und früher im gemeinsamem Dorfbackhaus. Für die heimischen Herdplatten – die noch intakt waren – wurden Urlaubserinnerungs Rezepte hervorgekramt und neue ertüftelt. Ein italienisches auf die Hand Brot – im Bild für unser Picknick – ein köstliches Abend Fladen- und ein körniges Frühstücksbrot. Also einmal wie im ‚Richtigem Leben‘, erst der Schreck, das Ärgern und Grämen und dann der ‚das hätte ich alles nicht gelernt, entdeckt, erlebt wenn nicht‘ A-HA Moment. Und noch eine kleine Frage an euch Obstpflücker und Einkocherinnen. Wer hat Erfahrung mit dem Einkochen von cremig, fruchtigem Obst Balsamico und/oder Holunder Marmelade? Gerne Tipps, Rezepte und Geschichten. Don’t let little stupid things break your happiness!

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das_rezept

Piadina -klassisch-
500 g Mehl
100 ml Wasser, lauwarm
100 ml Milch, lauwarm
Natron, eine gute Messerspitze
15 g Salz
125 g Schmalz

Aus allen Zutaten mit den Händen einen geschmeidigen Teig kneten und zu einer Kugel formen. 30 Minuten unter einem Trockentuch ruhen lassen. In 7 Stücke à 120 g teilen und jeweils zu Kugeln rollen. Anschließend mit einem Nudelholz etwa 2-3 mm dick ausrollen und auf einer Gußeisernen Pfanne ohne Fett goldig von beiden Seiten auspacken. Eine Kreisseite mit Käse -klassisch Stracchino, aber schwer in Deutschland zu kaufen und Rucola- alternativ Mozzarella belegen zusammen klappen und nochmals kurz von beiden Seiten erwärmen. Unsere Variante: Anschließend vorsichtig öffnen, mit gewürfeltem Tomaten-Basilikum Salat füllen und cremigem Brombeer-Balsamico würzen. Auch fein: Honig, Ziegenfrisch-Frischkäse, geröstete Walnüsse und dazu Herbst Obst.

Zitroniges Rosmarin Fladenbrot aus der Pfanne (Idee von hier)
Teig
350 g Mehl
200 ml Wasser
1 guter Eßlöffel Olivenöl
15 g Hefe
1 TL Salz
Topping
einige Zweige Rosmarin – Nadeln klein geschnitten
1 Zitrone bio – Zesten
Olivenöl
Meersalz

Zerbröckelte Hefe mit 1 EL Mehl und etwas Wasser in einer Schale zu einem cremigen Vorteig rühren. Etwa 30 Minuten unter einem Tuch ruhend arbeiten lassen. Zusammen mit den restlichen Teig Zutaten in einer großen Schüssel – und anschließend auf der Arbeitsfläche – zu einem geschmeidigen Teig kneten. Über Nacht im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur für etwa 1 Stunde gehen lassen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsflächen etwa 1/2 cm dick ausrollen und mit einem Messer in etwa 10 Stücke schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Fladenbrotstücke nach und nach goldbraun ausbacken. Auf Küchenpapier legen und sofort mit Meersalz, Rosmarin und Zitronenzesten bestreuen.

Körniges Naan Frühstücks-Brot
Teig
250 g Mehl
3 EL Joghurt, vollfett
1 EL Honig
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
120 g lauwarmes Wasser
Topping
50 g Butter oder Kokosfett
50 g Saatenmischung Mandelblätter, Chiasamen oder Sesam, Leinsamen

Aus allen Zutaten mit den Händen einen geschmeidigen Teig kneten und zu einer Kugel formen. 30-60 Minuten unter einem Trockentuch ruhen lassen. In Stücke schneiden, zu Kugeln (etwa Eier Größe S, nur Rund) formen – eventuell nochmals kurz entspannen lassen – und 2 mm dick ausrollen. Mit geschmolzener Butter oder Kokosfett leicht einpinseln, Saatenmischung berieseln, gut andrücken und in einer Pfanne von beiden Seiten etwa 90 Sekunden heiß und goldig mit Schoko braunen Punkten ausbacken.

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Für alle Hannoveraner – Tomaten Vielfalt und anderes Gemüse wurde hier gekauft.

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