frühaufwacher und morgenversteher.

Das Beste am Tag – mein Morgen. Gedankenfundstücke reihen sich seid gestern wie an einer Perlenschnur aneinander, dank Nina und Katrin. Morgen oder Abendmensch hat Katrin mich gefragt und Nina schwärmte von Frühnebel. Eindeutig Morgen und frühnebelverzückt! Und da fing es an bei mir zu rattern. Schon immer bin ich vor allen aufgewacht und auf leisen Sohlen durch das Haus geschlichen, um niemanden zu wecken der meine Ruhe stören könnte. Als ich dann älter wurde und anfing die Abende für mich zu entdecken hatte ich ein Problem – nämlich mit den Freundinnen bis in die Puppen um die Häuser ziehen und lange schlafen ging nicht. Ich war morgens wach – egal wann ich in der Nacht die Äuglein geschlossen hatte. Geärgert habe ich mich und versucht das lange ausschlafen zu trainieren. Ergebnis: negativ. Irgendwann habe ich dann beschlossen, den sagen wir mal Gendefekt zum heute liebgewonnen Ritual zu erklären. Unter der Woche bin ich mindestens eine halbe Stunde vor der offiziellen Weckeraufstehzeit wach. Psssttt leise in die Küche und einen Kaffee gekocht und schwups wieder ins Bett. Um mich türmen sich dann Bücher und Zeitschriften, mein Laptop oder auch mal das Strickzeug und ich verbringe mit meinem Morgen ein paar leise Minuten. An einigen Morgen schnüre ich auch meine Laufschuhe und trabe durch den Wald und über Wiesen – freue mich über den freundlich lächelnden Morgenjogger, der einfach der Genüßlichste ist. Auch Märkte sind mir früh morgens am liebsten, Campingplätze, Hotels, Städte..was ich alles nicht erlebt und empfunden hätte wäre ich eine Langschläferin. Wozu gehört ihr – was ist euer Morgenritual…Für mein Sonntagssüß habe ich gestern nach diesem Rezept Quittenmarmelade gekocht. Danke lieber Zava für den Tipp die Quitten vor dem Schälen kurz überzubrühen, einfach aber genial! Dazu Butterbrioche, also samtig weiche Quittenmarmelade mit seidig zartem Brioche am Morgen…

Brioche (6 kleine)
300 g Weizenmehl
50 ml warme Milch
1/2 Würfel Hefe
1 EL Zucker
1 Prise Salz
100 g Butter, zimmerwarm
2 Eier (M)
1 Eigelb zum Bestreichen

Die Hefe mit etwas Mehl, Milch und Zucker in einer kleinen Schale glatt rühren – eine halbe Stunde ruhen lassen. Die restlichen Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit dem Hefeansatz zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abgedeckt über Nacht im Kühlschrank oder an einem warmen Ort für eine Stunde gehen lassen. Eine Muffinform fetten und mit Backpapierstreifen auslegen, aus dem Teig 6 Kugeln formen. Jeweils etwa 1/4 des Teiges so eindrehen, dass beide Kugeln noch aneinander hängen. Jeweils in eine Vertiefung der Muffinform geben. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Eigelb verquirlen und die Brioches damit bestreichen. Sobald der Ofen warm ist, die Brioches 20 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, etwas auskühlen lassen, aus der Muffinform nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

//I eat cake in bed//Frühnebel im Bregenzerwald//

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7 Antworten auf frühaufwacher und morgenversteher.

  1. anne. sagt:

    wie schön, dass du mir geschrieben hast. so bin ich auf deinen wunderbaren blog gestossen. toll,toll,toll. deine bilder, deine texte, deine rezepte. ich schau wieder vorbei, ganz sicher 🙂

    liebst, anne.

  2. Anne sagt:

    Quittenmarmelade habe ich noch nie gegessen. Stell ich mir aber super vor. Die Brioches werde ich mal ausprobieren 🙂

    Liebe Grüße
    annelovesfood.com

  3. lingonsmak sagt:

    ja, das kenn ich auch … vor dem wecker wach sein … nicht ausschlafen (können, wollen, …) … die stille genießen … die küche für sich allein haben … die frische luft draußen … ist es nicht toll, dass es immer wieder einen morgen gibt?!

  4. Julie sagt:

    ich wünschte, ich hätte dieses frühaufsteher-morgengenießer-gen. bei mir ungewollt das gegenteil. aber früher war es noch schlimmer. den frühnebel im bregenzer wald habe ich wohl auch verschlafen. nie gesichtet, als ich dort war 😉 und wie gerne würde ich mir dir brioche verspeisen und mit quittenmarmelade klecksen…

  5. Sindy sagt:

    Ich bin, genau wie Du, auch ein Frühaufsteher und liiiiebe es! Es gibt nichts schöneres, als die erwachende Welt zu erleben. Besonders schön in Großstädten wie Berlin und noch schöner in der Natur. Leider ist meine kleine Tochter derzeit noch früher wach als ich, so dass ich meine geliebte einsame Zeit am Morgen noch nicht wieder allein genießen kann. Aber ich glaube zu wissen, dass sich die Zeiten ändern werden und ich mir meinen Morgen zurückholen kann 🙂
    Die Brioche sieht zum Anbeißen aus. Die wird bestimmt auch bald aus unseren Muffinförmchen schlüpfen!
    Liebe Grüße und einen schönen Start in die Woche, Sindy, die Dein Blog toll findet und jetzt öfter mal vorbeischaut.

  6. Rike sagt:

    Ich gehöre auch zu den Morgenmädchen… ob das Sonnenlicht im Schlafzimmer steht oder der Wind an die Fenster peitscht, ich finde Morgende wunderbar. Und Kuchen, ha!, könnte ich auch schon zum Frühstück essen. Am liebsten Käsekuchen oder warme süße Rosinenbrötchen. Liebe grüße! Rike

  7. mona sagt:

    Wecker sind eine ganz fiese Erfindung, ihr einziger Zweck ist es, maximal zu nerven. Der Schlaf endet abrupt und zwar nicht durch einen Prinzen. Oh, wie schön ist das Frühaufstehen ohne Wecker, Du hast recht, das Fasziniert.

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