vélocouture.

Erinnerungswärts betrachtet war ich mal eine richtig coole Bikerin – so mit Trainingsplan, Sieg und Medaille. Aktuell habe ich meinen Ehrgeiz verlagert, bin aber dennoch radverliebt und abhängig. Im Nahverkehr mein Fortbewegungsmittel erster Wahl – ‚es gibt kein schlechtes Wetter nur die falsche Kleidung‘ – könnte ich mir ausgedacht haben. Belächelt von Kollegen, wenn ich mal wieder tropfnass zur Tür reinkomme – genieße ich jeden meiner Arbeitswege. Umso mehr freue ich mich auch über die Moderadwelle, die gerade zu uns rüber schwappt und gehypt wird. Ich muß nicht alles besitzen was ich im Netz und auf der Straße entdecke, aber schaue mir Accessoirs, charmante Fotos und Ideen furchtbar gerne an. Wie zum Beispiel diesen post von Janis und Tiffany’s Catering auf zwei Rädern.

//cooles Regencape von Iva Jean und bikefashion blog//Frau in grüner Bluse von a cup of jo//Radmantel von modrobes//Taschenrucksack von dargelos//Rad von rivbike//

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birnenapfel.

Reisemitbringsel vom Mann wie sie mir gefallen. Früchte die nach Heimat schmecken mit vielleicht zauberhaften Namen wie pummelige Griesbirne, gute Luise, köstlicher Bürgermeister, Pfannkuchenapfel oder Schmalprinz – kleine Schätze. Sie sehen zwar nicht so makellos aus wie Obst aus dem Supermarkt, aber ihr Aroma ist Sinnlichkeit pur. Vorne im Bild – der kleine rotbäckige Apfel – ist eigentlich eine Birne, sie duftet aromatisch birnig zart und süß. Und als passende Nachspeise einen ‚fall dessert tree’…
 

fall dessert tree from tiger in a jar on Vimeo.

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tischverliebt.


Am Wochenende haben wir unsere Räder ins Auto gepackt und sind Richtung Norden gefahren, um in meiner nordischen Lieblingsstadt Hamburg ein paar neue Bilder, Gedanken und Augenblicke einzufangen. Ich bin noch immer ganz verzückt von den Hamburgern, die uns am Wochenende geschmackvoll aufgetischt haben. Man man man..Café Johanna. Da haben die zwei Mädels Elvira Gumnista und Sarah Rappmann nun wirklich einen perfekten Gastraum geschaffen, und der Geschmack ist an der Küchentür einfach mal weitergegangen, bis auf den Teller. Detailverliebte dürfen hier, die vielen kleinen Augenpralinen mit Genuß und ‚will ich sofort auch zu Hause haben‘ verspeisen. Ich für meinen Fall muß jetzt unbedingt eine Betonwand und eine großformatige Fotoarbeit von Melanie Zwiehoff besitzen – der Mann grinst und Frau beruhigt sich schon wieder.


Unser süßes Frühstück war genau richtig – schon etwas gegen Mittag der warme Brie auf Apfelscheibe, mit Sesam und Preiselbeere, Vanillequark mit frischen Früchten, süße Aufstriche und dazu ein perfekter Milchcafé..yummy..Den Namen ‚Café Johanna‘ habe die zwei übrigens von der Vorbesitzerin Oma Johanna geerbt, die 47 Jahre einen Kiosk in den Räumen am Venusberg – zwischen Michel und Landungsbrücken – geführt hat. Bei meinem nächsten Besuch muß ich unbedingt die ligurische Focaccia mit Tomatenpesto und den Salat mit – hochgelobten Salatdressing – verspeisen und den Schwedischen Kakaokuchen mit Sesam und ein feistes Landbrote mit Ziegenkäse, Rosmarin und Apfelscheibe und ..und ..bis ganz bald!

Immer noch und absolut treu bin ich meinem Mikkels! Hier durften wir Rhabarberbrause mit – gerade frisch aus dem Ofen – Tarte au Citron kosten und unbeschwert pausieren vom Ottensener samstäglichen Trubel.

Neu im Kiez ist das Adele & Clodwig – angelockt von Eröffnungsluftballons, konnten wir uns auf ein Glas Sekt mit vielen Gleichgesinnten durch die neuen Räume schlengeln. Vorne Café und Hinten Wohnacessoirs und Möbel ein angenehmes Konzept. Zum Abschluß des Tages sind wir beschwingt beglückt an die Elbe geragelt. Freunde und Familien mit Kind und Kegel waren dort unterwegs, am Strand mit Piknik und entspannter Laune zu strahlend blauem Sommerhimmel. Und jetzt zähle ich die Tage bis zum ersten November Wochenende, und genieße bis dahin die Vorfreude auf Feinkost für Ohren und Gaumen in Hamburg…

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wake up.

{sugar in the morning} – it’s a beautiful morning! Bauernbrot mit Jostabeere-Kirschaufstrich.

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svpply.

sfwppplei..kann mir einer von euch sagen, wie man das Wort ‚svpply‚ ausspricht. Am Freitag den Tipp von einer genialen Freundin bekommen und schon süchtig. Follow me – I follow you – schuubiduuu. Ich bin schwer begeistert von der klar designten Oberfläche dieser ‚Lifestyle-Community‘ und der Möglichkeit nach Farben zu filtern, einfach genial entspannend sich visuell in gelbe Stimmung zu versetzen. Ein kleiner Nachteil ist, das dieses ‚online pinboard‘ zurzeit noch stärker von den Kaufrauschigen überm großen Teich genutzt wird und sich somit die meisten Shops auch dort ansiedeln. Also Freunde haut in die Tasten und helft mir bei der Auswahl der großen und kleinen Besonderheiten im Netz. Ich nenne es zur Zeit einfach meine Weihnachtsmannwunschliste – hoffentlich ist er online und findet mich nicht unverschämt. Das angehimmelte Special ist bereits wunscherfüllt. Die Blumenbrosche wurde mir persönlich und feierlich – ich Glückliche – im Laden angesteckt. So eine Anstecknadel hat ja sofort etwas von Orden, den man verliehen bekommt um ihn stolz in die Welt zu tragen. Ich gelobe Blümchenstolz!

//T-shirt//Tasche//Bild//Topf//Tasche//Stuhl//Brosche//Schreibset//Kleid//

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sommernachschlag.

Am Wochenende sind wir getrödelt – durch die Heimat – haben links und rechts geschaut und am Liebsten nach Oben, immer mit der Nase im lauen Herbstsommerwind. Als Schatzsucher und Sammler sind wir auch fündig geworden – zusammen 19,00 Euro – der Mann freut sich auf lauschige Abende im heimischen Handwerkskeller und die Frau auf neue Lieblingsmöbel. Das Sitzmöbel aus dieser Beute, wurde am Wochenende übrigens freigegeben und blitzt und duftet nun nach frisch geöltem Holz.

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rolle vorwärts.

So genug in fremde Töpfe geschaut und geurlaubt. Seid es draußen etwas herbstlich ausschaut und man ihn besonders morgens schon riechen kann, verspüre ich einen riesigen Jieper auf Apfel und Zimt. Und noch, ich gebe zu Südtirol verliebt, habe ich mich so heute für einen sonntagssüßen Apfelstrudel entschieden, der schnell gerollt mit beschwipsten Cranberries und Topfen nicht nur verführerisch duftet sondern auch ganz fein ausschaut. So mußten wir ihn auch kaum aus dem Ofen gefischt und mit Staubzucker beschneit, auf der Stelle mit cremigem Vanilleeis verspeisen und für ein Foto vom Feinheimischen blieb diesmal leider keine Zeit. Man sollte die Familiengeduld ja auch nicht überstrapazieren.

Apfelstrudel mit Ziehteig ( 1 großen oder 2 kleine Strudel)
125 g Mehl
1 1/2 EL Öl
750 g säuerliche Äpfel
40 g Semmelmehl, in etwa 2 EL Butter geröstet
60 g Zucker
60 g Cranberries, in Marillenschnaps mariniert
30 g Pinienkerne, leicht geröstet
1 Vanillezucker
1 gestr. TL Zimt
250 g Topfen
100 ml Sahne
20 g Butter
Zitronensaft und abgeriebene Schale

Mehl und Öl in einer Schüssel vermischen und so viel lauwarmes Wasser zufügen, dass sich die Zutaten auf einer Arbeitsfläche zu einem glatten, elastischen Teig kneten lassen. Den Teig in einer angewärmten Schüssel zugedeckt 20-30 Minuten ruhen lassen. Die Äpfel schälen, blättrig schneiden mit etwas Zitronensaft/Schale, den gerösteten Semmelbrösel, Zucker, Pinienkernen, in Marillenschaps marinierten Cranberries, Vanillezucker und Zimt mischen. Den Ziehteig auf einem mit Mehl bestreuten Tuch dünn ausrollen und mit dem Handrücken hauchdünn ausziehen. Topfen mit Sahne verrühren, ein Drittel des Teiges damit bestreichen und die Apfelmischung daraufgeben. Den restlichen Teig mit zerlassener Butter bestreichen, dann den Teig mit der Füllung zusammenrollen. Erst die Seiten einklappen, damit die Enden geschlossen sind. Auf ein Backblech setzen, die Oberfläche ebenfalls mit zerlassener Butter bestreichen und bei 200 °C 30 – 40 Minuten hellbraun backen. Mit Staubzucker bestreuen und noch lauwarm mit Vanilleeis genießen.

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südtirol #4.

Das Beste kommt oft zum Schluß. Also immer fein darauf achten, Fuß in die Tür für dein großartiges kleines Glücksgefühl. Auf diesem leergekrümeltem Tisch, stand die köstlichste Mahlzeit des ganzen Urlaubes. Frisch und eigens gebackenes Roggenbrot, das Pusterer Breatl nach traditionellem Rezept, in einem 400 Jahre alten Steinofen. Noch warm aufgeschnitten mit Kräutertopfen und Butter, dazu kühles Quellwasser mit Apfelminzsirup, im Garten in geselliger Runde verspeißt. Bei Gottfried Hochgruber auf dem Moarleitnerhof und Schaugarten läßt sich viel bestaunen – alle Sinne werden aufgeweckt und angesprochen und die Seele baumelt derweil in der Hängematte zwischen zwei Mirabellenbäumen. Bunte Blüten und wilde Kräuter trocknen im Naturtrockenschrank, Essige und Öle werden mit Allerlei verfeinert um farbenprächtig nicht nur als Gaumenschmeichler und Gewürz zu dienen. Marmeladen und Kräutersalze locken mit köstlichen Kombinationen. Wir durften lauschen, lernen und schmecken was der Garten produziert. Wußtet ihr zum Beispiel, daß ein Löffelchen getrocknete, weibliche Samen der Brennessel pure Energie schenkt oder das früher in den südtiroler Familien nur 2 x im Jahr Brot gebacken wurde und es in speziellen Ständern getrocknet nach Lagerung noch viel intensiver nach den Brotgewürzen: Koriander, Kümmel, Fenchel und Brotklee schmeckt. Alles ging uns an diesem Tag so herrlich leicht von der Hand. Wir durften den Ofen anfeuern, eine ganze Wäschewanne Roggensauerteig kneten, der herrlich aromatisch duftete. Die Männer tragen die Bretter mit den fertigen Brotlaiben und die Frauen konnten Fragen stellen die sie schon immer stellen wollten. Zur Bäuerlichen Kultur und Tradition, zum Brot, zum Hof, zum Leben aber auch zur südtiroler Organisation mit Landeshauptmann, der Backshops keine Lizenz erteilt damit die Bäckereien im Dorfe bleiben. Plaudern, backen, essen & genießen – alles in der Natur – ein kleines Glücksgärtchen an diesem Tag für mich. Vier Brote und eine Flasche Sirup paßten in unserern Wanderrucksack – beim Saalerwirt eingefroren konnten wir so das Glück tiefgefroren mit nach Hause nehmen. Konserviertes Glück ist zwar nicht vergleichbar mit dem Freiluft Original, aber auch in der heimischen Küche mit gerührtem Kräuterfrischkäse vom Bauernmarkt ein kleines Hochgefühl. Wer am ersten Oktoberwochenende noch nichts geplant hat, sollte sich Richtung Süden aufmachen um hier mitzufeiern. Ich würde mich natürlich auch über eine Mitfahrgelegenheit freuen…denn ich vermisse mein Lieblingstirol.

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vanillebeeren.

{sugar in the morning} – Zimtgries mit Vanillebeeren und Topfen.

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südtirol #3.

Kennt ihr das, schon kurz nach dem Aufwachen bist du dir selbst genug schaust grau in die Welt und findest es wundersam, daß sich überhaupt Menschen in deine Nähe wagen. Dann plötzlich, wie wenn jemand die Stopp Taste gedrückt hat um den Bandsalat zu entwirren, strahlst du kurz nach Bandglättung und langsamer manueller Rückspulung wieder in die Welt und könntest jedes Blümchen trällernd am Wegesrand umarmen. Und jetzt bloß keine Analyse des Wirrwarrs sondern den Bildern und Klängen der glatten Sendung lauschen. So ging es mir am letzten Sonntag…Kirchfest in St. Lorenzen. Das ganze Dorf ist auf den Beinen – hilft mit, feiert und genießt. Hähnchen, Bratwurst, Kirchtagskrapfen zu Wein und Bier und dazu fröhliche Musik der Kapelle. Kinder helfen die Tische abzuräumen, bunte Dirndl und stramme Waden huschen im organisierten Chaos an uns vorbei. Ich konnte mich gar nicht trennen von diesem bunten Treiben. Erst recht nicht als ich ein Zelt entdeckte, in das ich natürlich meine Nase stecken mußte. Etwa 12 gut gelaunte Frauen im Mehlstaub um einen großen Tisch mit zwei Pastamaschinen, vielen Holzbrettern, Nudelhölzern und einem Teig der mit etwas Grünem gefüllt wurde. Rechts die jungen Frauen und links die Erfahrenen – die auf Handgerolltes schwören und die Pastamaschinen nicht anrühren. Ich wurde herzlich aufgenommen in den Kreis der fleißigen Bäckerinnen und bin nun eingeweiht in das Geheimnis der original Tirtlan. Ein Teig aus Mehl, Salz, Ei und Wasser wird dünn ausgerollt und kreisförmig ausgestochen, gefüllt mit einer Masse aus Topfen und Spinat oder Sauerkraut und Speck, anschließend im heißen Fett gebacken. Auf dem Kirchfest so beliebt, daß schon eine Stunde vor offiziellem Tirtlan-Start sich Schlangen vor den Ausgaben bildeten. Ebenso beliebt und lecker sind Strauben. Ein Pfannkuchenteig veredelt mit einem Schuß Hochprozentigem, der aus einem Trichter in heißes Fett gegeben sich zu Teigschnecken formt und mit Preiselbeerkompott und Puderzucker auf der Zunge saftig knuspert. Irgendwann stand ich dann im Verkaufsstand und hatte ein wunderschönes ‚ich gehöre dazu Gefühl‘ – bis ich den Mann grinsend und kopfschüttelnd mit Rucksack bepackt zur Heimwanderung winken sah. Erkenntnis des Tages – Halbfett war gestern und Gewitter am Morgen ist gar nicht so schlimm. Am Wochenende habe ich uns zu einem Brotbackkurs mit Kräuterwanderung angemeldet – also wer Lust und Zeit hat ist herzlich eingeladen mitzukneten und zu staunen.

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