experimentierkasten.

Wie die Dinge manchmal entstehen. Vor ein paar Wochen entdeckte ich beim Blättern in einer holländischen Wohnzeitung einen Tisch. Oh so einen Tisch will ich haben. Dieser Satz und ähnliche sind keine Seltenheit bei mir, aber der Mann wurde aufmerksam. Für Holz und interessante Möbel läßt er sich leicht faszinieren. Das Bild ging dann per Mail an einen Freund, der die Materialanalyse vornahm. Eiche – geräuchert. Ja mein Geschmack scheint solide zu sein. Geräuchert bedeutet hierbei, das Holz mit hohem Gerbstoffgehalt in einem luftdichten Raum zusammen mit Ammoniak ‚verpackt‘ werden muss. Ein ganz altes Verfahren, was das Holz ’natürlich‘ nachdunkeln läßt – die Kuh hat es erfunden…Für die ‚Räucherung‘ wurde ein Experimentierkasten gezimmert, passend für 4 Holzbohlen. Vorab gab es Versuche in kleinem Plastikeimer, mit Handschuhen und Schutzbrille auf heimischen Balkon. Das Experiment durften wir im Garten von sehr guten Freunden auf dem Land durchführen. Er – kreativer Kopf mit ‚Holzstudium‘ – war leicht zu begeistern und beide Männer waren herrlich zu beobachten beim Experimentieren. Was soll ich sagen – wunderwunderschönes Holz wartet nun auf seine Tischbeine. Erst sollten sie weiß und hölzern werden, aber mein fleißiges Blättern hat die nächste Idee ins Rollen gebracht. Stahl – Rohre oder Flachstücke. Mein Traum von einer großen Tafel ist so auf eine faszinierende Weise Realität geworden. Interessierte Freunde, Gespräche und Ideen, Ausflüge aufs Land und ein zufriedener Heimwerker. Ein klitze kleines Problem am Rande – wahrscheinlich müssen wir jetzt umziehen, große Tische sind ganz schön groß…

ariadne at home

Helft mir! Verliebt habe ich mich in dieses Stuhlpaar am Samstag – muß ich sie kaufen..

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apfel-blini.

{sugar in the morning} Apfelrezepte – davon kann es gar nicht genug geben! So liebe ich den Herbst – apfelrot, zimtig, weich und warm.

Apfel-Blini (3 Personen)
15 g frische Hefe
1 EL Zucker
100g Mehl
30 g Buchweizenmehl
80 ml Milch
1 Ei
1 Eigelb
2 kleine Äpfel
Zitronensaft
Butterschmalz
Salz

Hefe zerbröseln, mit Zucker und Milch in einer Schüssel verrühren. Mehl, Buchweizenmehl, lauwarme Milch, Ei, Eigelb und eine Prise Salz zufügen und zu einem glatten Teig verrühren. Zugedeckt an einem warmen Ort eine halbe Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Äpfel in 6 dicke Scheiben schneiden, das Kerngehäuse ausstechen und sofort mit Zitronensaft beträufeln. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Bliniteig durchrühren und mit zwei Eßlöffeln portionsweise 6 Blini in die Pfanne geben, der Teig ist relativ dickflüssig deshalb sollte man gleich einen zweiten Löffel zum Ausstreichen zur Hand haben. Apfelscheiben jeweils in die Mitte drücken und von jeder Seite in circa 2 Minuten, bei nicht zu hoher Temperatur (mir ist der erste Blini verbrannt und war innen noch roh – da warens nurnoch fünf), goldbraun backen. Ich empfehle einen Testblini, um sich mit Teigkonsistenz, Temperatur und Zeit auzufreunden. Mit Zimt, Joghurt oder Apfelmus genüßlich knuspern und sich auf das Wochenende freuen.

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herzbewegt.

In Hannover bewegt sich was. Große und kleine Ideen die nicht nur als Endlosschleifen in Köpfen enden, sondern mit viel Herzblut umgesetzt werden. So wie diese zwei charmanten Damen deren Lächeln ich am Wochenende einfangen durfte – Freirednerinnen – sie reden dann wenn man die Kirche nicht mitreden lassen möchte oder kann, wenn man sich an einem ganz besonderen Ort mit herzbewegten Worten trauen möchte. Eine zauberhafte Idee, die den beiden wie aus der Seele plaudert – es ist ihnen ein echter Herzenswunsch in glücklich strahlende Augen zu schauen – und natürlich werden auch Glückstränen der Hochzeitsgesellschaft aufgefangen. Ab Januar 2012 unter ‚Herztöne‘ im Internet zu finden.


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vanille-quark.

Wochenmarktschätze. Strahlende Blumen und gebackener Vanillequark.

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die perfekte.

Perfektionismus. Vor ein paar Tagen durfte ich schmunzeld über mich und mein Streben nach dem ausgefeilten Ergebnis sinnieren. Rike kommentierte ‚Du hast die Messlatte mit dem Italiener um die Ecke aber auch ganz schön hoch gelegt‘, als ich verzweifelt von meinen Pizzaexperimenten erzählte. Ja ja der ewige Vergleich, und dann noch mit den echten Könnern versemmelt mir manchmal ganz schön meine neugierige Leichtigkeit. Wie ich hier und jetzt zu diesen Gedanken komme: also am Gardasee im Rifugio Capanna Grassi gibt es DIE PERFEKTE BOLOGNESE und natürlich noch andere Köstlichkeiten, aber diese Bolognese müßt ihr einmal probieren. Mit dem Auto oder dem Mountainbike (Anmerkung vom Mann: es sind 1000 Höhenmeter) von Riva über eine Straße leicht zu erreichen, vorallem Sonntags zur Mittagszeit ein herrlich buntes Treiben italienischer Großfamilien. Ab dem Rifugio sind auch großartige Wanderungen möglich. Nach unseren Urlauben haben wir schon einige Bolognese Rezepte probiert, aber auf der Malga Grassi ist und bleibt sie einfach die Perfekte. Am Sonntag köchelten wir nach diesem bezaubernden Rezept – ich war kritisch und der Mann glücklich.

Schön schlafen am Gardasee unbedingt im guesthouse arco!

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wunder.

große und kleine.

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frühaufwacher und morgenversteher.

Das Beste am Tag – mein Morgen. Gedankenfundstücke reihen sich seid gestern wie an einer Perlenschnur aneinander, dank Nina und Katrin. Morgen oder Abendmensch hat Katrin mich gefragt und Nina schwärmte von Frühnebel. Eindeutig Morgen und frühnebelverzückt! Und da fing es an bei mir zu rattern. Schon immer bin ich vor allen aufgewacht und auf leisen Sohlen durch das Haus geschlichen, um niemanden zu wecken der meine Ruhe stören könnte. Als ich dann älter wurde und anfing die Abende für mich zu entdecken hatte ich ein Problem – nämlich mit den Freundinnen bis in die Puppen um die Häuser ziehen und lange schlafen ging nicht. Ich war morgens wach – egal wann ich in der Nacht die Äuglein geschlossen hatte. Geärgert habe ich mich und versucht das lange ausschlafen zu trainieren. Ergebnis: negativ. Irgendwann habe ich dann beschlossen, den sagen wir mal Gendefekt zum heute liebgewonnen Ritual zu erklären. Unter der Woche bin ich mindestens eine halbe Stunde vor der offiziellen Weckeraufstehzeit wach. Psssttt leise in die Küche und einen Kaffee gekocht und schwups wieder ins Bett. Um mich türmen sich dann Bücher und Zeitschriften, mein Laptop oder auch mal das Strickzeug und ich verbringe mit meinem Morgen ein paar leise Minuten. An einigen Morgen schnüre ich auch meine Laufschuhe und trabe durch den Wald und über Wiesen – freue mich über den freundlich lächelnden Morgenjogger, der einfach der Genüßlichste ist. Auch Märkte sind mir früh morgens am liebsten, Campingplätze, Hotels, Städte..was ich alles nicht erlebt und empfunden hätte wäre ich eine Langschläferin. Wozu gehört ihr – was ist euer Morgenritual…Für mein Sonntagssüß habe ich gestern nach diesem Rezept Quittenmarmelade gekocht. Danke lieber Zava für den Tipp die Quitten vor dem Schälen kurz überzubrühen, einfach aber genial! Dazu Butterbrioche, also samtig weiche Quittenmarmelade mit seidig zartem Brioche am Morgen…

Brioche (6 kleine)
300 g Weizenmehl
50 ml warme Milch
1/2 Würfel Hefe
1 EL Zucker
1 Prise Salz
100 g Butter, zimmerwarm
2 Eier (M)
1 Eigelb zum Bestreichen

Die Hefe mit etwas Mehl, Milch und Zucker in einer kleinen Schale glatt rühren – eine halbe Stunde ruhen lassen. Die restlichen Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit dem Hefeansatz zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abgedeckt über Nacht im Kühlschrank oder an einem warmen Ort für eine Stunde gehen lassen. Eine Muffinform fetten und mit Backpapierstreifen auslegen, aus dem Teig 6 Kugeln formen. Jeweils etwa 1/4 des Teiges so eindrehen, dass beide Kugeln noch aneinander hängen. Jeweils in eine Vertiefung der Muffinform geben. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Eigelb verquirlen und die Brioches damit bestreichen. Sobald der Ofen warm ist, die Brioches 20 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, etwas auskühlen lassen, aus der Muffinform nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

//I eat cake in bed//Frühnebel im Bregenzerwald//

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wochenende.

Ich wünsche allen ein zuckersüßes Wochenende, mit guten Taten und Genuß! Ich freue mich auf anstehende Wohnungsprojekte, ja gleich mehrere – ihr kennt das ja, fängt man in einem Raum an, wandern die Ideen zum Nebenzimmer. Und da wir immer mehr Ideen als Platz haben muß als erstes der Keller entrümpelt werden. Zum Pläne schmieden ein Stück Apfelstrudel – das Rezept dazu gibt es hier – heute zusätzlich mit Knusperbutterstreuseln aufgeputzt, für so ein Wohnungsprojekt braucht man schließlich ordentlich Energie und Musik {We invented Paris – Iceberg}. Bei Frau Luxat drüber gestolpert und bannig gefreut, das die Jungs Hannover bespielen werden!

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good to the grain.

{sugar in the morning} – Pfirsich Tarte. Rezept bei Smitten Kitchen entdeckt und variiert.

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focaccia.


Ein echter Klassiker bei uns – Focaccia. Eine Pizza gelingt, trotz extra erworbenem Pizzastein und viel Teiggefühl im heimischen Herd doch nicht so dünn und knusprig wie beim Italiener um die Ecke. Deshalb ist mein Favorit die fluffigen Focaccia Variante. Die Zutaten dafür sind meist immer im Hause und ich darf meine Hände mit Mehl bestäuben. Morgens zubereitet und im Kühlschrank gegangen, ist der Teig abends genau richtig, um mit den Dingen belegt zu werden, die vom Wochenende noch über geblieben sind. Vom Johanna Frühstück hatte ich noch den Sesam Geschmack auf der Zunge, und so wanderte etwas gerösteter Sesam in den Teig. Für das Endergebnis gibt es keine festgelegte Rezeptvorgabe. Ich mag statt Tomatensosse gerne erst ein Löffelchen Tomatenmark, darauf Ricotta und ein paar Pünktchen Pesto, oder eine geraffelte Möhre unter den Ricotta. Darauf dann Tomtenscheiben oder was der Kühlschrank so übrig hat. Ganz fein und würzig – Mozarella, ein wenig Parmesan und nach dem Backen mit Rucola und Parmaschinken belegen.
Beim Genuß der Focaccia war noch Sommer, heute fällt die Farbe von den Bäumen und alles wird etwas heimeliger – hier eine herrliche Idee den Herbst zu begrüßen – ich wäre sofort dabei gewesen.

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