südtirol #2.

Liebe gute Fee ich wünsche mir, daß ich morgen aufwache und im Fremdenverkehrsbüro in St. Lorenzen arbeite – ich würde sie alle begeistern und für jeden das Richtige Tagesprogramm erspüren und zusammenstellen. Gerade im Spätsommer kann man gar nicht jedem Bauernmarkt, Kartoffelfest, Kirchfest, Almabtrieb, Brotbackkurs, Kräuterwanderung, Flohmarkt, Knödeldrehkochkurs, Käsereien, Winzer,..,..und dann noch den spannenden Museen, Burgen,..gerecht werden. Ich hatte eine großartige Reisebegleitung, der schmunzeld mit einer gelassenen Ruhe mich begleitet und manchmal auch beruhigen mußte, so verzückt wie ich war. Die Fochats wurden auf dem Bauernmarkt im Gsieser Tal angeboten. Saftig und aromatisch haben sie uns am Nachmittag zum Wanderpicknik gemundet. Auf einigen Wanderungen hatten wir so viel Natur, daß wir mehr Tieren als Menschen begegnet sind, es gab Wanderungen mit drei Gipfelkreuzen und Herzseen, andere auf denen wir genüßlich bei gleich mehreren Almen verweilt haben und auch schon mal zum Mittag den Hauswein kosten mußten. Ein anderes Mal wurden wir charmant vom Hausgetränk Buttermilch überzeugt ‚auf der Alm da trinkst a Buttermilch‘ und das Hefeweizen wird im Brunnen gekühlt. Der Satz ‚einmal heile Welt bitte‘ ging mir in den letzten Tagen nicht aus dem Kopf. Viel gelernt haben wir aber auch von der harten Arbeit mit dem Vieh und in der Natur – am Abend bist du müde und spürst deinen Körper aber der Kopf ist frei. Morgen nehme ich euch mit zum Kirchfest – also bügelt die Dirndl auf und freut euch mit mir auf stramme fesche Burschen und traditionelle Tiroler Gerichte!

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südtirol #1.

Mein Kopf weilt noch in den Wolken und mein Herz wummert grün über saftige Wiesen. Südtirol hat mich verführt – ich bin hin und weg und entführe euch diese Woche auf eine entzückende Reise, wenn ihr mögt und bereit seid für meine kleine Liebeserklärung. Da ich schrecklich gerne und neugierig überall meine Nase reinstecke und immer alles ganz genau wissen muß, hatte ich zunächst die Frage zu klären – buongiorno oder Guten Tag. Eindeutig die deutschen Variationen! Der Südtiroler an sich spricht Deutsch oder Ladinisch. Zwar gleicht ganz Südtirol einem Freiluft Sprachlabor, durch die vorgeschriebene Zweisprachigkeit, aber der Südtiroler an sich hat mit Italien nicht viel am Hute. Genau genommen ist er ziemlich schlau und hat für sich die perfekte Lösung gefunden, aus den umliegenden Ländern von allem das Beste. Herrlich ein ganz besonderes traditionsbewußtes, entspannt, naturverbundenes und genußvolles Völkchen, für das mein Herz seid unserem Urlaub schlägt.

Gewohnt, geschlafen und gespeist haben wir beim Saalerwirt in Maria Saalen. Im Pustertal etwas oberhalb von St. Lorenzen. Ein Wallfahrtsort mit 50 Einwohnern, einer Gastwirtschaft, eine kleine Kirche und ein paar Bauernhöfe. Der Saalerwirt ist seid vier Generationen ein Familienbetrieb, hier trifft Tradition auf fleißige und stolze Menschen. Unser Zimmer lag im alten Hausteil und wir konnten herrlich jeden Morgen in der Ferne die Berge hinter den sich auflösenden Wolken bestaunen. Über den Saalerwirt gibt es viel zu beschwärmen, deshalb nur ein paar genußvolle Stichworte zum neidisch machen: eine wunderschöne alte Zirbenholzstube, das beste Frühstück das ich je in einem Hotel verspeist habe, ein Wohlfühlhaus mit Naturbadeteich, Yoga mit der Tochter des Hauses, eine zauberhafte Rezeptionistin, Wanderungen direkt vom Haus aus, freilaufende Hühner, der beste Sekt mit Holundersirup, ein Hotelchef der allzeit gut gelaunt sein Liedchen pfeift, das leckerste Schnitzel von der Welt, geeister Kaiserschmarrn,…ein kleines Wohlfühlparadies. Und morgen gehts zum Bauernmarkt und auf die Alm – bin schon ganz hibbelig vor lauter Vorfreude.

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ligurien #2.

Ligurien hat mich mich mit seinen regionaltypischen Gerichten absolut überzeugt. Die Pizza knuspert zwar nicht so dünn wie in Süditalien, aber dafür ist die Focaccia umso saftiger. Die würzig, bunte Minestrone, die Gemüse gefüllten Ravioli, das leuchtend grüne Pesto, die Torta di Verdure und vorallem die Farinata sind nur einige bunte Teller die in unserer Urlaubswoche mit Genuß verspeist wurden. Besonders köstlich ist die Farinata im Luchin in Chiavari, eine Kichererbsenmehlspeise die in einer großen Pfanne im Steinofen gebacken, auf der Oberseite wie Reibekuchen und auf der Unterseite wie ein Pfannkuchen schmeckt. Herrlich mit ein paar Trofie mit Pesto und Bohnen vom Nachbarteller und einer genialien Bedienung, die uns auf ihre ganz besondere Art zauberhaft umsorgt hat. Zum Abschluß des Abends gab es Zuppa Inglese und einen Mann der Lust auf Schaufenster bummeln hatte da der Hosenbund etwas zwickte.

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cornetti.

{sugar in the morning} – cornetti mit Orangenmarmelade.

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ligurien #1.

Villa Paggi und Füße im Mittelmeer

Chiavari und Varese Ligure

Lago di GiacopianeAlimentari Blenci – Varese Ligure

Ligurien. Symphatisch gewohnt haben wir in der ersten Woche im B&B Villa Paggi. Ein altes Natursteinhaus – mit viel Geschmack und Herzblut von Alessandra und Gianluca zu einem kleinen Guesthouse herausgeputzt. Hier findet man Ruhe und Müßiggang fernab der geschäftigen Küste. Zum Frühstück mit Meerblick serviert Gianluca selbstgebackenes Brot und eigene Marmelade, man wird mit Ausflugstipps für jede Tagesform versorgt und die Gastgeber freuen sich wenn die Gäste ihr eigenes Piknik Abends auf der Terasse bereiten. Wir haben schnell gemerkt, dass uns die Küste etwas zu schnell und voll war. Als erdverbundene leicht gestreßte Städter suchten wir so unsere genußvolle Ruhe im Hinterland – und haben sie gefunden! Ein bildhüsches kleines Dorf ist Varese Ligure. Das ‚grüne Modelldorf‘ ist der einzige Ort Europas mit einem Öko-Zertifikat der EU. Mein Glück habe ich im Alimentari Blenci entdeckt. Ein herrlich frisches, aromatisches Brot mit mit dem Namen Levá. Als wir im Laden fragten, ob es noch Brot gibt kam die Antwort aber ja ganz frisch in 15 Minuten. Wir sind dann noch ein paar Straßen gebummelt, haben dem Marktplatztreiben zugeschaut und dann zurück zum Glück. Warme große Brotleibe traditionel auf Kastanienblättern gebacken mit einer leicht salzigen Kruste und innen ganz weich und fluffig. Dazu gab es Obst und Gemüse der Region. Ligurien ist ein Frische Paradies für beides. Die traditionellen Speisen sind oftmals vegetarische Gerichte und die Zutaten dazu findet man auf Märkten, im agriturismo, im negozio frutta e verdure oder selbstgepflückt vom Baum. Das tägliche Eis wurde schnell zum liebgewonnen Ritual, die kleinen Becherchen sind schnell weggeschleckt und schon überlegt man was die nächste Sorte sein wird, die unbedingt nocht probiert werden muß. In der Pasticceria Copello, eine tradionsreiche Konditorei mit historischer Jugendstileinrichtung in Chiavari mußte ich mir kandierte Blüten und Kräuter kaufen. Ein zauberhafter Laden wie aus vergangener Zeit, unsere freundliche Bedienung und ich waren einer Meinung, man fühlt sich wie ein kleines Mädchen im Wunderland.

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italien.

Zwei Wochen Italien – genauer gesagt eine Woche Ligurien und eine Woche Südtirol. Letzeres zählt zwar offizell zu Italien, aber jetzt weiß ich, dass Südtirol mehr ist – es ist von allem das Beste. Ich bin verliebt in dieses kleine Land und ich glaube diese Liebe hält ewig. Das Schönste aber an diesen zwei Wochen war nicht das ligurische Meer, die Pasta, die Sonne, der immer blaue Himmel, das Gipfelkreuz oder die südtiroler Spezialitäten, sondern die Herzlichkeit, mit der wir überall begrüßt, aufgenommen, begleitet und gehört wurden. Ich bin immer noch schwer beindruckt von dieser gelebten Gastfreundschaft, von der ich soviel ich konnte mitgenommen habe in meinem Herzen. Für zu Hause, für mich und euch.

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caffè.


{sugar in the morning} – granita di caffè. So lecker, dass ich gleich noch einen zweiten bestellen mußte.

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einfach gut.


{sugar in the morning} – süße Frühstücksgrüße aus Italien! Frisch gebackenes Brot von Gianluca mit Berghonig und den aromatischten Pfirsichen, die ich je gegessen habe. In Ruhe genossen mit Sonne und viel Zeit für eine herrlich entspannte Tagesplanung.

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dolce di serena.

Süße Sonntagsgrüße aus Italien! Wir haben unseren Koffer gepackt, um uns genußvoll entspannt vom Sommer zu verabschieden. Wo ich genau bin, war und sein werde verrate ich euch in zwei Wochen. Einen kleinen süßen Vorgeschmack gibt es heute aus der Pasticceria Macera. Rotelle di Borsonasca – gebacken von Serena nach einem alten Familienrezept von Giannis Uroma. Unverändert seid 1870 – einfach aber italienisch delizioso! Buttrig zart, süß, liebevoll verpackt und mit zwei Küssen überreicht. baci e a presto!

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ei.ei.ei.

{sugar in the morning} – Etikettenschwindel und leer gelöffeltes Marmeladenglas.

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