everyday pretty.

Das alltägliche Schön. Ein Brot mit dunkler Kruste, saftig und genau richtiger Menge an Luft verbacken, der Duft und die Struktur von frisch gemahlenem Kaffee, die abgeblätterte Hauswand, eine Schrift, ein Lächeln – ich suche und sammle es. Das ‚künstliche Schön‘, das Styling fällt mir oftmals sehr schwer, es wirkt schnell drapiert und ablenkend. Bei Nikole kullern hier ein paar Oliven über den Tisch, wird da ein wenig Salz verstreut, das Tuch nochmal neu gefaltet und die Flasche etwas verrückt, nicht mehr als 2 Minuten und das Bild ist bereit von Jen eingefangen zu werden, ihr Stil sehr natürlich wenn natürlich auch hier eine Kunst das Bild gestaltet. Vor Ort perfekte Bedingungen und Materialien für das Üben und Bestaunen von Jen’s und Nikole’s harmonischem Hand in Hand, ein kleines Styling-Paradies. Danke für diese gute Zeit.

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lavori manuali.

Handwerk – oder wie Jen Causey es nennt The Makers. Drei Tage mit einer kreativen und natürlichen Fotografin lächelnd zu lernen, eine besondere Erfahrung. Es fühlt sich an nach ich will mehr. Die Welt der kreativen Hände entdecken. Jen und meine Klasse haben eine Seite in mir angesprochen, die schon viel zu lange ihren Dornröschen Schlaf träumte. Vertrau dir, rede mit den Menschen, schau hin was dir fehlt, spreche es aus und an und höre zu. Trau dich und vertraue – geh einen ersten Schritt. Viele Schritte waren es nicht bis zur Frantoio Montecchia, da wir mitten in Oliven und Weinfeldern beherbergt waren. Ich erinnere mich nicht mehr an alle klangvollen Olivenarten und wie die besonders schonende Verarbeitung genannt wird, aber der duftige Geschmack des leicht säuerlich, cremig-grünen und frischen Olivenöles ist sofort wieder da wenn ich die Augen schließe. Dear ladies Judy, Jessica, Jayna and Erica keep on photographing! Julie

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caggionetti.

Wo fange ich an – am besten mitten drin. Caggionetti, italienisch frittierte süße Ravioli mit Nikole Herriott, Nonna Sofia und zauberhaften neuen Bekanntschaften in den Abruzzen gebacken. Unsere Italienreise bzw. eine Reise war genau das was ich brauchte um gekrauste Gedanken und Bilder ein wenig zu glätten. Berge und Meer, Wanderschuhe, Weitblick, Gemeinsamkeiten entdecken und Ruhe finden. Photography Class ‚Storytelling Through Photos‘ mit Jen Causey und Styling Class ‚Everyday Pretty‘ bei Nikole Herriott. Wenn du magst in den nächsten Wochen mehr Bild und Wort. Das Gebäck – Marmelade aus Frucht, Nuss und Schokolade umhüllt von einem Teig aus Mehl, Wein, Wasser und Olivenöl. Dünn ausgerollt, gefüllt, gerädelt, frittiert, noch lauwarm gezuckert und lächelnd genossen. Nonna Sofias Kochbuch, ein kleiner Familienschatz wie ich ihn mir auch wünschte.

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safran.

{sugar in the morning} – Safran-Ricotta Törtchen mit Honig-Nektarine. Wer Safran mag, wird sich in meine gelben Törtchen verlieben – versprochen. Sie schmecken sommerlich süß und passen sich farblich bereits dem leise raschelnden Herbst an. Ein perfekter Übergang – für mich die bald in das Heimatland von Ricotta und Safran reisen darf. Was hilft dir beim Abschied nehmen? Young Reverie.

Safran-Ricotta Törtchen (6 Stück)
60 g Butter, plus 1 TL
50 g Zucker, plus 3 TL
1 Ei, 1 Eiweiß
115 g Ricotta
1/2 TL Safranfäden
2 TL Obstbrand
100 g Mehl
35 g Mandelmehl
1/4 TL Salz
1 TL Backpulver
1 große oder 2 kleine Nektarinen
1 TL Honig

Safranfäden mit einem Teelöffel Zucker verreiben, in Obstbrand über Nacht ziehen lassen. Am Backtag Nektarine in kleine Stücke schneiden und mit je einem Teelöffel Butter und Honig kurz andünsten, erkalten lassen. Weiche Butter mit Zucker schaumig mixen, Ei/Eiweiß und Ricotta zugeben und verquirlen. ‚Safranbrand‘ unter rühren. Mehl, Mandelmehl, Backpulver und Salz mischen und unter das Butter-Gemisch rühren. Erscheint der Teig zu fest, noch 2 EL Milch unterrühren. Einige Nektarinen für den Belag von der Gesamtmenge trennen und den Rest vorsichtig unter den Teig heben. In gefettete Muffinformen streichen, mit Nektarinen belegen, leicht eindrücken und mit Zucker berieseln. Bei 180 Grad Umluft ca. 20-25 backen.

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flockenkuchen.

Besondere Verpackungen und Backbücher in Landessprache sind mir liebgewonnene Reisemitbringsel geworden. Ich besitze jedoch auch kulinarische Reiseliteratur, die mir vielleicht Reiseführer für zukünftige Ferien sein dürfen. So das Nordic Bakery Cookbook von Miisa Mink, eine Finnische Bäckerin mit Londoner Café. Am Wochenende bei uns ihr Flockenkuchen mit Beere. Ich liebe den Duft von Haferflocken in heißer Milch, er hat für mich etwas wohlig Warmes und schmeckt gelöffelt oder gebacken tröstlich nach alles wird gut. Coffee Culture

Flockenkuchen mit Beeren
100 g Haferflocken, kernige
300 ml heiße Milch
100 g Butter, weich
60 g Zucker
2 EL Honig
1 TL Vanillearoma
1 Ei, leicht geschlagen
1 TL Backpulver
120 g Mehl
300 g Beeren, TK

Haferflocken in heiße Milch einrühren, einige Minuten ziehen und abkühlen lassen bis die Flocken mit Milch vollgesogen sind. Butter und Zucker cremig mixen, Honig und Vanillearoma zugeben anschließend das Ei, alles gut verrühren. Mehl und Backpulver mischen zum Butter-Zucker geben. Haferflocken gut abtropfen und ebenfalls zugeben. Alle Zutaten zu einem fluffigen Rührteig vermengen. Eine Kastenform einfetten, die Teigmasse einfüllen und mit Beeren bedecken und etwas Zucker berieseln. Bei 180 Grad Umluft ca. 50 Minuten backen. 10 Minuten in der Form erkalten lassen und anschließen vorsichtig aus der Form heben. Das nächste mal werde ich die Mehlmenge auf 160-180 g erhöhen und zusätzlich noch 2 EL Joghurt zum Teig geben

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english muffins.

{sugar in the morning} – english muffins mit Butter-Honig-Nektarine. Frühstücksbrötchen nicht aus dem Ofen, sondern auf der Pfanne gebacken. Die aktuelle Ausgabe Baker’s Notes meiner amerikanisch, virtuellen Lieblingsbäckerei hat mich motiviert diese knusprigen Teiglinge zu backen. So ganz zufrieden bin ich mit meinem Ergebnis noch nicht, aber ein spannendes Backexperiment mit Lust auf weiter tüfteln! Bereite deinen Lieblings-Hefebrotteig zu, nach ausreichender Reifezeit verteile etwas Polenta auf deiner Arbeitsfläche und rolle den Teig ca. 2,5 bis 3,5 cm dick aus. Etwa 10 bis 15 Minuten entspannen lassen. Die Oberfläche mit Polenta besprenkeln und Kreise mit einem Gewicht von ca. 130 g ausstechen, bei mir ein Ausstecher mit einem Durchmesser von 10 cm. Die Muffins an einem Wind geschützten Ort 1,5 Stunden gehen lassen, sie bilden dabei eine feine Haut, diese hält sie beim Backen zusammen. Eine Gußeisenpfanne erwärmen, bei Gas kein direkter Flammen Kontakt. Die Kunst ist jetzt die optimale Temperatur zu finden, bei der die Muffins goldbraun garen und nicht anbrennen. Ist eine Seite gebräunt, die Muffins wenden. Eine Nektarine in Spalten schneiden und mit je einem Teelöffel Butter und Honig dünsten. Die fertigen Muffins mit Quark bestreichen und Nektarinen belegen. Ein gutes Wochenende! Look At You Now

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sablé.

Französisches Sandgebäck – hell von mir und braun von Pierre. Kekse erinnern uns an Weihnachten – aber die Französischen Feinen knuspert man doch am besten das ganze Jahr – oder? Zwei große Dosen gefüllt für das Café und eine kleine für uns, zur feierlichen Testverkostung. Braun darf in Serie gehen, hell wird weiter Test-Verbacken. Vielleicht kennst du DAS Sablé Rezept für mich – laß uns teilen ja?

Schokoladen Sablé
175 g Mehl
40 g gutes dunkles Kakaopulver
1/2 TL Backpulver
160 g Butter
150 g hellbraunen Zucker
1/2 TL Fleur de Sel
1 TL Vanille Extrakt
140 g dunkle Schokolade

Weiche Butter mit Zucker und Vanille etwa zwei Minuten schaumig mixen. Mehl, Salz, Back- und Kakaopulver mischen und mit dem Butterzucker zum Keksteig verarbeiten. Mit den Händen oder der Küchenmaschine, nur solange bis der Butterzucker vom Mehl aufgenommen wurde (der Teig darf noch leicht krümelig sein). 1/3 Schokolade hacken und 2/3 mit der Gemüsereibe raspeln, zugeben und untermengen. Den Teig teilen und jedes Stück zu einer Rolle formen, in Frischhaltefolie mindestens eine Stunde kühlen. Die Teigrollen in Scheiben von ca. 1,5 cm schneiden, auf zwei Backbleche legen und bei 175 Grad Umluft 12-13 Minuten backen.

Mandel Sablé
200 g Mehl
100 g gem. Mandeln
100 g feinen Zucker
35 g Staubzucker
150 g Butter
1 TL Backpulver
1/4 TL Salz
1 Ei
5 Tropfen Bittermandelaroma

Weiche Butter und Zucker ca. 2 Minuten schaumig mixen, Ei und Bittermandelaroma zugeben, unter schlagen. Backpulver, Salz, Staubzucker und Mandeln unter das Mehl mischen, die Buttermasse in die trocken Zutaten einarbeiten bis ein geschmeidiger Sandteig entsteht. Zu einem flachen Rechteck geformt und in Frischhaltefolie verpackt mindesten eine Stunde kühlen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 6 mm dick ausrollen, Sablés ausstecken und bei 175 Grad Umluft ca. 13-15 Minuten backen – diesmal nicht goldbraun, sonst bekommt man nicht die typische sandige Konsistenz. Unterseite leicht gebräunt, Oberseite schön hell.

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kaffee.

In unseren drei Stunden Oslo wollten wir neben köstlichen Backwaren natürlich auch nordischen Kaffee kosten. Mokka ist ein Café der Rösterei Kaffa, mit schwarzen Getränken in Hario Filtern aufgegossen. Ich probiere gerne neue Aromen, freue mich aber auch immer wieder über einen klassischen Cappuccino. Den gab es für uns im Rösterei-Café Kaffebrenneriet– ich habe noch nie so viele verschiedene Kaffeebohnen – bzw. Röstaromen – auf einmal gesehen wie hier. Beide Lokale sehr sympathisch, mit zauberhaftem Lächeln. Gleich um die Ecke von Mocca liegt Flaneur Food, ein Feinkostladen mit besonderen Produkten und Verpackungen. Ticket Machine

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schulbrote.

{sugar in the morning} – skolebrød – Schulbrot. Norwegisches Hefegebäck mit Vanillecrème-See und Kokoskrone – Erlesenes aus meinem Reisemitbringsel. Norwegische Lieblingswörter übersetzt in meine Backsprache – gerührt, gefüllt und immer wieder geduftet an Teig und Crème. Das erste Süß noch warm zum Abendbrot – sechs ohne Guß und Kokos gefroren für später und fünf verpackt in Butterbrottüten – verteilt, überrascht und hoffentlich erfreut. Kannst du dich noch an deine Schulbrote erinnern? Meine Erinnerung ist leider sehr verblaßt, sie waren bestimmt sehr fein.

Skolebrød (12 Stück)
Teig
800 g Mehl
1 Ei
500 ml Milch
125 g Zucker
12 g Salz
1 Päckchen frische Hefe
1 TL Honig
115 g Butter
1-2 TL Kardamon gem.
Vanillecrème
250 ml Sahne
250 ml Milch
1 Ei
2 Eigelb
30 g Speisestärke
75 g Zucker
1 Vanillestange
Belag
Kokosraspel
Zitrone
Staubzucker

Für einen Vorteig, Hefe in 100 ml Milch auflösen, 4 Eßlöffel Mehl und 1 Teelöffel Honig unterrühren. Ruhen lassen bis die Oberfläche beginnt zu blubbern. Mehl, Zucker, Kardamon und Salz vermengen, die Butter gewürfelt zugeben. Den Hefeansatz untermengen und mit Ei und restlicher Milch zu einem seidig glänzend, elastischen Teig kneten. Er ist relativ feucht läßt sich aber sehr gut mit bemehlten Händen und einem Teigschaber verarbeiten, so wird die Feuchtigkeit perfekt aufgenommen und die Brote werden herrlich saftig. Über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Für die Vanillecrème, Vanillestange aufschneiden, das Mark auskratzen und mit Zucker verreiben (so verteilt sich die Vanille sehr gut). Ei, Eigelb mit Speisestärke und Vanillezucker verquirlen. Sahne und Milch simmernd erwärmen. 60 ml der warmen Sahne-Milch in die Eimischung rühren. Anschließend weitere 60 ml. Diese temperierte Ei-Milch-Sahne in die simmernde Milch-Sahne einrühren und unter ständigem Rühren aufkochen, bis die Masse eine Pudding Konsistenz bekommt. Bis zur Weiterverarbeitung abkühlen lassen. Am Backtag den Teig 2 Stunden vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen, anschließend in 12 Stücke von ca. 130 g teilen, zu Kugeln formen auf zwei Backbleche setzen, flach drücken, in der Mitte eine Vertiefung eindrücken und eine halbe Stunde ruhen lassen. In jede Vertiefung etwa 3-4 Teelöffel Crème streichen und den Teig mit Sahne oder Ei bestreichen. Bei 200 Grad Umluft ca. 20 Minuten bzw. goldbraun backen. Das zweite Blech anschließend abbacken. Aus Zitronensaft und Staubzucker eine Zuckerglasur rühren, die abgekühlten Brote um die Vanillecrème einstreichen und mit Kokos berieseln. Ein sehr leckerer Teig, aber beim nächsten Mal werde ich meinen Teig von hier verbacken, er ist noch etwas fluffiger.

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schiff ahoi.

Freitagmittag Kiel Norwegenkai. Eine Mini-Kreuzfahrt inklusive Komplettprogramm, die ich mir sagen wir mal erarbeitet hatte. Für den Landgang am Samstag konnte ich mich ausklinken, zu Fuß und mit gelassener Stimmung ging es los. Ein kleiner Stadtplan, drei vier Adressen im Gepäck und eine charmante Reisebegleitung an meiner Seite, die milas-deli Kaffeefahrt gebucht hatte. Unser erstes Ziel åpent bakeri, die hochgelobte Bäckerei Oslos. Ein Norweger und ein Franzose eröffnen 1998 dieses kleine Bäckerei Café und überzeugten schnell ihren Stadtteil mit feinen Backwaren. Himmel sind Norweger offen und freundlich, wir durfte sogar durch die kleine Backstube hüpfen und feist grinsend Café und kanelboller probieren. Anschließend lagen Kaffeeröstereien, Schloßpark und Feinkostladen auf unserer Route – abgerundet von einer weiteren åpent Filiale – Blings. Ich werde bestimmt nicht zur Kreuzfahrerin, aber Norwegen steht jetzt weit oben auf meiner Wunsch-Urlaub-Liste.

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