brotheimat.

Manchmal darf mich meine Vergangenheit einholen, um im leichten Gleichschritt die Gegenwart zu genießen. Meine Brotvergangenheit – als Schülerin im Verkauf einer Familienbäckerei ausgeholfen, waren Brot und Brötchen schon zu dieser Zeit kleine Kunstwerke für mich, verstehen und begreifen lernen was Mehl und Wasser für Zauberkräfte in sich haben – mein Wunsch. Viele Brötchen wanderten in Tüten und Brote wurden in Papier gelegt. Entschieden, wohl aus Vernunft wie ich dachte, habe ich mich für einen ganz anderen Beruf. Heute kenne ich mich besser aber die Zeit rennt mit mir – es wird sich zeigen wo mich alles hinführt. Nicht gerannt, sondern verweilt habe ich am Wochenende in meiner Brotheimat – Schäfer’s Brotstube. In ihrer großartigen Holzofenbäckerei, durfte ich der Gesellin plaudernd über die Schulter schauen. Schön war es – richtig heimisch. Und besonders köstlich – wie schon hier, hier und hier erzählt fasziniert mich der Holzofen und sein Bäcker sehr – und immer mehr. Was wolltest du – eigentlich? – Feuerwehrmann, Modedesigner, Astronaut ..

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wolken fluffig.

{sugar in the morning} – Blaubeerkuchen mit einem Hupf weißem Schlag. Gerade richtig, leicht und fein für mein Heimreise-Gepäck – schön wird’s bestimmt. Und was stimmt dich gerade für dein Wochenende – ich wünsche dir etwas leicht Unbeschwertes. Rezeptidee von hier mit Variation von mir. come home

Blaubeer-Kastenkuchen (ein Kleiner *2 ein Normaler)
90 g Mehl
50 g Zucker
10 g geschälte gemahlene Mandeln
80 g Frischkäse
50 g Butter
40 g Marzipan
1 Ei
25 ml Milch
1/2 TL Backpulver
2-3 EL Blaubeeren

Marzipan mit einer Gemüsereibe raspeln und zusammen mit Butter und Zucker schaumig rühren. Ei, Milch und Frischkäse zugeben und verrühren. Mehl mit Mandelmehl und Backpulver mischen und mit der Marzipancrème vermixen. Eine Kastenform fetten, ein drittel Teig einstreichen einige Blaubeeren eindrücken, mit Teig bestreichen, Blaubeeren…Teig. Im Backofen bei 180 °C 50-60 Minuten goldig backen. Eventuell nach 30 Minuten mit Alufolie bedecken wenn er zu schnell bräunt.

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café wanderlust

einszweidreivierfünf

Wußtet ihr das Fernweh im Englischen mit Wanderlust übersetzt wird, ja unsere deutsche Wanderlust. Gefällt mir  – Café Wanderlust. A well traveled woman

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blaubeerluft.

Blaubeerluft auf Dinkel-Dinkel Sauerteigbrot. Die Sonne fehlte – nicht nur mir. Die süßen Blauen sind dieses Jahr nicht ganz so wie sie wollen. Ein wenig herb, aber eine Farbenpracht an Strauch und Frucht – das Sattsehen unterstützt durch reichlich auf dem Felde Picknick. Zuhause zum Streich gerührt und vor dem einwecken das Blubbern entschäumt. Es soll der feineren Farbhaltbarkeit dienen. Aber gerade diesen süßen Schaum liebe ich – gelöffelt in den Joghurt oder gestrichen auf ein Quarkbett – so sehr. Blaubeerluft – ein Schälchen nur für mich. Dazu ein weiterer Brotversuch – Dinkel hell und Dinkel frisch gemahlen mit Sauerteig, Olivenöl und ein klein wenig Hefe. Gerade richtig für einen Wochenstart mit feinen Wochenend-Gedanken. Sommer für alle! Waiting for the train

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gerührt.

Kulinarisches Handwerk. Brotkultur mein magischer Magnet und noch ganz frisch meine Eis-Tüftelei-Liebe [Danke dir-du Wunderbare]. Pures Glück – ein Kurzbesuch in Hamburg mit Regen in allen Variationen, aber was ist schon ein Schmuddel-Sturmtief wenn man eng nebeneinander Eis schleckend in einem wunderbaren Eislokal von ganz viel mehr träumt. Ein zauberhafter Anfang mit versprochenen Plänen, auf die ich heute ein cremiges Joghurteis mit Aprikose-Holunderblütensirup verrühre. Vielleicht mein Dessert für eine besondere Tafel, unter einem raschelnden Blätterdach und bei Sonnenschein – ich träume. Das Eisrezept mit Hand und Maschine nach dieser Dame. Was rührt sich bei dir gerade, magst du teilen? Genießt das Blau mit Sonne – hoffentlich.

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kirschbaum gesucht.

{sugar in the morning} – Kirschkuchen außen schön mürbe, innen zart-cremig, sanft und fruchtig-süß. Ein Rest Marzipan gesellte sich zu gelöffeltem Ricotta, verrührt mit Ei, Honig und Kleene Lene gab dieser Streich den Markt-Kirschen ein weiches Bett. Über Nacht gekühlt und gefestigt zum Wochenende ein Start mit Langzeitwirkung. Ein Rezept leider nein, da zum Niederschreiben zu sehr gelöffelt, gepriesen und nachgerührt wurde. Aber einen Gesuch schicke ich Raus: wer mag mit mir Kirschen pflücken und bietet den Baum zum Leiter anlehnen. Ach das wäre fein, nach Erdbeere, Blau – und Himbeere mag ich hoch hinaus. Mrs. Cold

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manchmal.

Ja manchmal kann alles so herrlich einfach sein. Nektarinen-Kardamon-Galette mit Joghurteis aus der Diele meines Vertrauens. Göttlich, himmlisch, genial – ich glaube das ist jetzt mein erstes Mal – Eigenlob. Ich liebe diese einfachen Rezepte die schnell verrührt und vorbereitet, dieses ich will mehr Gefühl auslösen und beim ersten Bissen gleich Gedanken an Rezeptvariationen hervorlocken. Unter die Kardamon-Nektarinen vielleicht noch ein sanfter Streich aus Ricotta, Marzipan und Zitronenabrieb oder Nuß? Der Teig läßt sich wunderbar einfrieren 2/3 warten noch auf seine oberflächliche Variation, er darf so bleiben wie er ist – bis dahin genießt das süße Leben. Sipping On The Sweet Nectar

Nektarinen-Kardamon-Galette (1 große oder 3 mittlere)
Teig
180 g Mehl
110 g Frischkäse
110 g Butter
1/4 TL Salz
1 TL Apfelessig
Füllung
4-5 reife aromatische Nektarinen
1 kleine Zitrone (Saft)
1/2 TL gem. Kardamon
2 gestr. EL Speisestärke
2-3 EL Zucker
1 EL Sahne

Für den Teig Mehl und Salz vermengen. Butter und Frischkäse auf das Mehl würfeln und mit den Händen untermengen. Apfelessig hinzugeben und solange kneten bis der Teig anfängt zusammen zu halten, wenn er zu feucht erscheint noch einen Eßlöffel Mehl dazu geben, zu fest einen Eßlöffel kaltes Wasser. In Frischhaltefolie über Nacht oder mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen. Für die Füllung Kardamon, Speisestärke und Zucker mit Zitronensaft glatt rühren. Nektarinen in Spälzchen schneiden und im vorbereiteten Kardamon-Zitronenbad wälzen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit etwas Mehl ausrollen und Nektarinen in der Teigmitte platzieren, so daß ein Rand zum Umschlagen bleibt. Diesen umklappen damit die süße Nektarinenwelle nicht ausschwappt. Teigrand mit Sahne bepinseln und die Galette mit Zucker berieseln. Für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen und anschließend bei 190 °C ca. 20-25 Minuten goldbraun backen. Noch lauwarm mit Joghurteis – perfekt!

das_rezept_unten

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wolken ziehen lassen.

Genußvoll schlafen im Bregenzerwald unbedingt im Holand bei Hermi, Josef und Sebastian. Wir schon zum vierten Mal, obwohl ich ja eigentlich immer auf der Suche bin – nach dem unbekannten Wohlfühlen. Wer nicht auf hohe Berge steigen mag, setzt sich im Holand einfach auf die Terrasse oder schaut aus dem Fenster, läßt das Wetter schauspielern und die Wolken ziehen. Die Verpflegung ist brutal lecker (würde Sebastian sagen), Vater und Sohn stehen zusammen am Herd und vereinen Tradition mit jugendlicher Experimentierfreude – mein Favorit natürlich Süß – Topfennockerl in der Nußhülle auf warmen Heidelbeeren mit Eis oder doch Bergkäse in Sesamkruste auf Apfel-Ingwer Chutney mit Chili-Cranberry?

Tradition, gelebtes Handwerk und spannende Moderne, das ist der Bregenzerwald für mich. Die Jugend zieht in die Welt hinaus um von anderen zu lernen, kehrt aber in ihre Heimat zurück und bringt das Neue authentisch in Verbindung mit dem was schon immer so war. Beim Käsen kann für mich alles so bleiben. Heumilch, Alp und Bergkäse am liebsten gleich auf der Alpe oder in einem lebendigen kleinen Ladengeschäfte verputzt. Besucht die Wälder und laßt euch das gute Leben erklären! Ich wünsche dir einen genußvollen Sonntag mit guten Gedanken und laß die Wolken ziehen. Sky wide open

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dreamer.

{sugar in the morning} – Roggen-Dinkelbrot mit Aprikosen-Holundenblütenstreich. Die Bücher im Regal haben sich vermehrt, doch bleibt die eine große Liebe – Tartine Bread. Begeistert von aktuellen Ideen, schaue ich mir mit wummerndem Herzen bekannte und neu entdeckte bewegte Bilder an. Ja – Brot und Brotmenschen sind mein Thema, berühren mich in meinen Träumen. Gestern Morgen, auf der Suche nach Hilfe für meinen Sauerteig fand ich diesen Artikel, fasziniert als Tagesbegleiter eingesteckt und lächelnd hervorgekramt als das laue Leben ein wenig zwickte. Auch ich habe meinen Traum, bebildert, mit Gerüchen und Geräuschen und je nach Tagesform variierbar. Ein altes, besonderes Haus hat seinen Platz und ja natürlich Brot. Was ist dein Traum – verrätst du ein Detail, ach das wäre fein. First Aid Kit

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drei mal hoch.

Hallo – oder Zeawas wie es sich in der Heimat unserer zweiten Urlaubswoche grüßt. Ein Bild von mir nein ein zweites – für mich nicht ganz leicht, stehe ich doch lieber hinter der Kamera – sammle Momente, kleine Geschichten und teile – sehr gerne. Doch verspüre auch ich oftmals Neugierde – wer erzählt und zeigt mir hier. Ein Lächeln von mir für dich – schön das du da bist. Bewegend, genußvoll auch unsere zweite Woche – Berge und Gipfel wollten erstürmt werden in Wanderschuhen oder auf zwei Rädern, mit und ohne Sicherung, blau glitzernde Bergseen, Nebelfelder die sich in Minuten zu Nebelwänden formierten, Schneefelder, Weitblicke, Blumenwiesen, Kuhglöckeln, Alpen mit Senner, Bergkäse und Gespritzter Holunder aber vor allem Gedanken die mit jedem Schritt leichter und klarer werden dürfen. Und dann der Stolz nach mutigem Aufstieg, über allem stehen, die Wölkchen ziehen vorbei und das Gipfelglück Käsestulle mit Wanderapfel. Mir fehlt mein Wanderweg, mein Tagesziel, mein Weitblick – ich könnte immer weiter ziehen, vielleicht jetzt ans Meer? Und du wohin sehnt es dich gerade… A view that almost kills!

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